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©ÖA&Komm JgB25

Der Bataillonskommandant

 

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Alexander Raszer, MA ist der Kommandant des Jägerbataillons 25

Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 25,

werte Lesergemeinde

Mit Wirkung vom 1. April dieses Jahres, wurde ich zum Kommandanten des Jägerbataillons 25 bestellt. Am 25. Mai durfte ich offiziell, im Beisein des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung und Sport und weiterer Festgäste, im Rahmen eines Festaktes das Kommando über das Bataillon übernehmen.

Ich möchte mich bei allen mit der Entscheidungsfindung befassten Vorgesetzten, für das Vertrauen in meine Person, recht herzlich bedanken. Weiters bedanke ich mich auch bei meinen Unterstützern und Wegbegleitern, die mich während meiner gesamten militärischen Laufbahn, zum Erreichen dieser Funktion, gefördert und geleitet haben.

Das Jägerbataillon 25 ist, als luftbeweglicher kleiner Verband, welcher zur Gänze aus Berufssoldatinnen und Berufssoldaten besteht, ein Verband mit speziellen Fähigkeiten. Dieser Verband ist dazu befähigt, seine Schlagkraft nach Luftlandung, nach Fallschirmabsprung oder auch im Gebirge zum Einsatz zu bringen.

Wir sind es gewohnt, nach Alarmierung, innerhalb kürzester Zeit in einem Einsatz zu stehen. Diese Flexibilität haben wir schon oft unter Beweis stellen können, zuletzt im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz Migration für hilfs- und schutzbedürftige Fremde.

Ich durfte mit diesem einzigartigen Bataillon viele Jahre, in verschiedensten Funktionen, durchleben. Darunter fielen mehrere Auslandseinsätze in Afghanistan und Kosovo, aber auch Einsätze im Inland. Während diesen Einsätzen wurde mir die Flexibilität, die Professionalität, die Selbstdisziplin und das zielorientierte Handeln, jeder und jedes einzelnen, erst richtig bewusst.

Die Soldatinnen und Soldaten unseres Bataillons sollten sich stets vergegenwärtigen, dass ein Verband nur funktioniert, wenn alle seine Angehörigen, unabhängig ihrer Funktion, gemeinsam sich aktiv an Problemlösungen beteiligen. Verschwenden Sie keine Energie in „geht nicht Erklärungen“, sondern bringen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit ein. Unsere Stärke ist es, auch unter widrigsten Begleitumständen, damit meine ich die derzeit noch bestehende Mangelwirtschaft, Aufträge zum Wohle der gesamten österreichischen Bevölkerung umzusetzen.

Die möglichen Einsatzaufgaben für unser Bataillon haben sich in den letzten Jahren komplett gewandelt. Das Einsatzspektrum umfasst nun, vor allem getrieben durch die Entwicklungen des vergangenen Jahres, weit komplexere, mögliche Aufgabenstellungen – Schlagwort „internationaler Terror“. Zukünftige Aufgaben fordern hohe Flexibilität, Teamfähigkeit und eine hohe Leistungsfähigkeit im körperlichen und mentalen Bereich.

Wir das Jägerbataillon 25, werden unser menschenmöglichstes dazu beitragen, um zukünftige Aufträge im Sinne unserer Vorgesetzten und zum Wohle der österreichischen Bevölkerung zu erfüllen. Überdies ist die Motivation vorhanden, um auch über das Jahr 2018 hinaus als Kaderverband einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit Österreichs und Europas erfüllen zu dürfen.

Gemäß unserem Leitspruch

„Mutig – Tapfer und Treu“

Oberstleutnant

Alexander Raszer

Traditionstag und Tag der offenen Tür 9.September

3 Jubiläen, eine Feier mit drei Schlagworten

traditionstag_16_web_-27Wir 25er sind mit der Traditionspflege des K&K Infanterieregiment Nr7 Andreas Graf von Khevenhüller beauftragt. Unter diesem Motto stand wie jedes Jahr der Traditionstag. Diesmal haben wir diesen militärischen Festakt mit einem tag der offenen Tür verknüpft.

traditionstag_16_web_-26Drei Jubiläen wurden gefeiert: Erstens das 325jährige Bestehen des Infanterieregiment Nr7. 1691 gegründet, stand es bereits kurz nach Aufstellung im Einsatz in verschiedenen Kriegen.
Zweitens 300 Jahre Schlacht von Peterwardein. In dieser Schalcht bei Peterwardein (heute Novi Sad) kämpfte das Regiment siegreich unter Prinz Eugen gegen eine doppelte Übermacht der Türken. Der bedingungslose Einsatz der 7er trug wesentlich zum Sieg Prinz Eugens bei.

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Drittens 60 Jahre Jägerbataillon 25. Wie das IR7 sind auch die 25er ein Einsatzbataillon, Einsatz wird ausgebildet, gedacht und gelebt. Wir haben das gerade in den letzten beiden Jahren bewiesen mit dem Kosovoeinsatz, in dem über 350 25er gestanden haben und dem Assistenzeinsatz zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik.

traditionstag_16_web_-12Die drei Schlagworte für diese Veranstaltung sind Tradition, Information und Kameradschaft.
Tradition hat schon der rege Besuch des Festaktes, über 300 Gäste haben uns beehrt. Die Tradition der 7er und der 25er stand auch im Mittelpunkt aller Festredner.

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Information für die Öffentlichkeit und der Angehörigen war das Ziel des Tages der offenen Tür. Alle Waffen und die neuen Gefechtsfahrzeuge wurden präsentiert, die Besucher konnten auch die Nahkampf- und Gefechtsvorführung bewundern. Militär zum Angreifen.
Die Kameradschaft kam natürlich nicht zu kurz, so bleiben einige Freunde bis in die späten Abendstunden.

Kurz gesagt ein schöner, informativer Tag!

Die Schlacht bei Peterwardein (1716)

Zum 300. Mal jährt sich heuer die Schlacht von Peterwardein, dem heutigen Novi-Sad in Serbien. Diese historische Auseinandersetzung war der Auftakt zum 6. Österreichisch-Türkischen Krieg. Dieser war eine Folge der vorangegangenen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Habsburgern und dem Ottomanischen Reich, welche im Friedensvertrag von Karlowitz (26. Jänner 1699) vorübergehend ein Ende fanden.

Unterlegen im 5. Türkenkrieg (1683-1699) regelte der Vertrag von Karlowitz die Verdrängung der Türken hinter das Südufer der Donau, was der damalige Sultan Ahmed I. nicht akzeptieren wollte.

Dadurch wurde ganz Ungarn, Siebenbürgen und ein Großteil Kroatiens in die k.u.k Monarchie eingegliedert und markiert den Aufstieg Österreichs zur Großmacht.

1714: Venedig wird angegriffen
Im Dezember 1714 erklärt das Osmanische Reich, wegen angeblicher Handelsvergehen, den Venezianern den Krieg. Erst im Juni 1715 fanden dann auch die ersten Kampfhandlungen statt, die sich auf den Pelloponnes konzentrierten. Zahlenmässig hoffnungslos unterlegen rief die Lagunenstadt Österreich, mit Berufung auf die “Heilige Liga von 1684”, einem Bündnis der europäischen Länder gegen den osmanischen Aggressor, zu Hilfe.

Kaiser Karl der VI. zögerte jedoch. Zu schwer war seine Armee durch den Spanischen Erbfolgekrieg geschwächt. Erst als  Papst Clemens der XI. die nötigen Geldmittel zur Verfügung stellte, und einen Nichtangriffspakt mit dem Erzfeind Frankreich ausverhandelte, war die k.u.k Armee bereit sich aktiv an den Kampfhandlungen zu beteiligen.

Prinz Eugen von Savoyen und Mannschaftszahlen:
Hier von einem “Gleichgewicht der Kräfte” zu sprechen ist wohl realitätsfern. Die Osmanische Heerschar bestand aus über 150.000 Soldaten, dazu kamen  50.000 Gefolgsleute. Prinz Eugen hatte nur 70.000 Mann unter seinem Befehl. Hier einen Angriff zu führen würde keinem Strategen einfallen, außer er ist verwegen. Und genau diese Eigenschaft kam dem angriffslustigen Prinzen zu Gute….

5. August 1716. Angriff im Morgengrauen.
Nachdem Aufklärungsspitzen am 2. August die Sümpfe des südlichen Donauufers überschritten und den Raum um Peterwardein aufklärten wurden sie bereits in Gefechte mit türkischen Reitern verwickelt. Rasch zog die Hauptstreitmacht nach, und besetzte die Festung von Peterwardein, auf der die Flagge der Donaumonarchie wehte. Nach langer strategischer Analyse rieten die Stabsoffiziere dem streitbaren Prinzen er möge sich auf ein defensives Gefecht einrichten, da die Türken strategisch wichtige Anhöhen mit befestigten Stellungen in Besitz genommen hatten.

Doch Eugen von Savoyen ging aufs Ganze: Er befahl Alexander von Württemberg seine Truppen gegen die Artillerie des Gegners in Stellung zu bringen und Griff mit Infanterie das Türkische Heer frontal an. Durch das Nadelöhr der Festung gelang der Aufmarsch allerdings nicht im geplanten zeitlichen Rahmen, die k.u.k Truppen wurden wieder in die Festung zurückgedrängt.

Erst durch den heldenhaften Angriff der österreichischen Kavallerie auf die Flanke des Gegners  konnte der Feind eingekesselt werden.

Der kampferprobte Prinz führte todesmutig den entscheidenden Schlag gegen den Feind und konnte am 5. August um zwei Uhr nachmittags das Lager des Großvesir Pasha einnehmen.

 

Traditionstag des JgB25

Traditionstag des Jägerbataillons 25

Wir laden Sie herzlich ein mit uns in der KHEVENHÜLLERKASERNE in KLAGENFURT das 300 Jährige Jubiläum der Schlacht zu Peterwardein  zu feiern!

Am 9. September 2016 um 1030 Uhr

Nach dem Festakt erwartet Sie eine Waffenschau sowie eine dynamische Gefechtsvorführung des Kaderbataillons

EINTRITT FREI!!!

Für Speisen und Getränke wird gesorgt.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung

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Was macht eigentlich ein Scharfschütze

Als “Skalpell der Infanterie” kommt den Scharfschützen eine wichtige Bedeutung in der modernen Kriegsführung zu.

DSC_0388 copyDie Reichweite des schweren Scharfschützengewehrs liegt mit 1800m Einsatzschußweite im internationalen Spitzenfeld. Auch die Beobachtungsmittel können sich sehen lassen: Nachtkampftauglich und am neuesten Stand der Technik.
sSSG

Doch können wir aus Filmen wie “American Sniper” Anleihen für die Wirklichkeit ziehen? Ist das Leben eines Scharfschützen heroisch verklärt oder sieht die Sache in der Realität anders aus?

Die Antwort lautet “Ja und Nein”.

Ein Scharfschütze wird oft zur Sicherung von Luftlandezonen eingesetzt. Hier liegt er meist tagelang in einer Deckung, abseits von Anschlussversorgung und eigenen Strukturen. Dies erfordert Durchhaltevermögen, Selbständigkeit und tadelloses gefechtsmäßiges Verhalten. Eigenverantwortung steht hier an oberster Stelle.

PersWerbWolfsberg Steinberger M scharfschützen-1646Cinematographisch wird der Scharfschütze gerne als Actionheld dargestellt, der von erhöhten Zielen aus einen Schuss nach dem anderen abgibt. Das erfordert  die Dramaturgie des Mediums Film. Der “echte” Scharfschütze liegt jedoch lange, ohne einen Schuss abzugeben, in seiner Deckung und schleppt schwere Ausrüstung durch unwegsamesGelände.

Das erfordert überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähigkeit und eine gewisse Leidensbereitschaft welche im gesonderten Auswahlverfahren überprüft und die Voraussetzung zur Einteilung auf den begehrten Arbeitsplatz darstellt.

 

Barettmarsch 06/16

Der Barettmarsch. Angedacht als “Initiationsritual” für angehende Fallschirmjäger stellt er einen fixen Bestandteil der Ausbildung beim   Jägerbataillon 25 dar.  Jeder, wirklich jeder der Soldaten bei unserem Bataillon – vom einfachen Schützen bis zum Bataillonskommandanten – muß diese Prüfung ablegen und bestehen um das weinrote Barett tragen zu dürfen.

Wir wollen hier nicht zu viel über den Barettmarsch verraten, Mythen und Geheimnisse sollen sich weiter darum ranken. Einen kleinen Einblick können wir jedoch preisgeben:

 

– Stationsmarsch über ca. 45km
– 16 Stationen unter anderem: Abseilen, Durchschwimmen von
Gewässern, Überqueren von Gewässern (Pionierboot),
Orientieren, Pionierdienst, Waffen und Schießdienst,
Eilmarsch usw.
– Ziel: Teambuilding, Coorporate Identity
– Verleihung des Barettes in den Morgenstunden des 2.
Marschtages ca. 6 km vor dem Ziel.

 

 

 

barettmarsch 0616 - 1Gleich nach dem Start geht es zum Abseilen. Der Bataillonskommandant, Oberstleutnant Alexander Raszer – selbst Bergführer, überwacht die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.

barettmarsch 0616 - 1 (1)Motivation vom Brigadekommandanten: Brigadier Mag. Jürgen Wörgötter spricht den jungen Kadersoldaten des Jägerbataillons 25 Mut zu.

barettmarsch 0616 - 1 (6)Orientieren im Gelände. Selbst in Zeiten von GPS und online-Karten müssen unsere Fallschirmjäger mit der Bussole und Kompass umgehen können.

barettmarsch 0616 - 1 (3)Mutprobe: die Seilrutsche, installiert von unserem geschulten Alpinpersonal

barettmarsch 0616 - 1 (2)Oberstleutnant Alexander Raszer (links) begleitet die erste Gruppe.

barettmarsch 0616 - 1 (7)Wachtmeister Neidhart nach dem Durschwimmen des Rauschelesees. Im Sommer sicher eine der beliebtesten Stationen.

barettmarsch 0616 - 1 (8)Blasen werden von unserem Geschulten Sanitätspersonal verarztet.

barettmarsch 0616 - 1 (5)Bruthitze und selektive Steigungen.

barettmarsch 0616 - 1 (4)Immer vorne mit dabei: Bataillonskommandant Oberstleutnant Alexander Raszer. Sein Fahrer hatte an den beiden Tagen wenig zu tun. Er begleitete den Barettmarsch per pedes.

barettmarsch 0616 - 1 (10)Marschpausen werden genutzt um die Verschwitzte Kleidung zu tauschen.

barettmarsch 0616 - 1 (9)Am Abend des ersten Tages: Das Überqueren des Wörthersees in Pionierbooten. Während die Marschteilnehmer rudern werden sie von Booten des Pionierbataillons 1 begleitet.

barettmarsch 0616 - 1 (11)Kurze Rast beim Schloss Tentschach. Die Anstrengung ist den jungen Kadersoldaten ins Gesicht geschrieben.

barettmarsch 0616 - 1 (12)Oberstleutnant Alexander Raszer gibt die letzten Befehle für die Verleihung der roten Barette

barettmarsch 0616 - 1 (13)Wachtmeister Neidhart ist “mutig, tapfer und treu”

barettmarsch 0616 - 1 (14)Brigadier Mag. Jürgen Wörgötter im Gespräch mit den Soldaten des Jägerbataillons 25 kurz vor Beginn des Eilmarsches.

barettmarsch 0616 - 1 (15)Begleitet von Brigadier Mag. Jürgen Wörgötter startet die letzte Station des Barettmarsches: Eilmarsch in die Kaserne

barettmarsch 0616 - 1 (16)Die letzten Meter des Eilmarsches. Die Füße tun weh doch die Moral ist hoch.

barettmarsch 0616 - 1 (17)Die Marschteilnehmer melden sich beim Brigadekommandanten, Mag. Jürgen Wörgötter, zurück.

 

Manaslu Expedition – Gipfelsieg

Der Manaslu ist mit 8163 m der achthöchste Berg der Welt und wurde am 9. Mai 1956 von einer japanischen Expedition erstbestiegen. Das Niederländische Königliche Marinekorps führte im April und Mai 2016 eine internationale militärische Expedition durch, um zum 60. Jubiläum eine Besteigung zu schaffen. Mit dabei Oberleutnant Gerald Schumer vom Jägerbataillon 25, der von den Niederländern eingeladen wurde.

Vorgeschichte:

Ende 2014 wurde im Bundesheer erhoben, ob es Heeresbergführer gibt, die an einer Vorbereitung für eben diese Expedition teilnehmen wollen. Von den über 20 Gemeldeten wurden zwei junge Offiziere zur Vorbereitung in die Schweiz entsandt. Ziel: Besteigung aller 48 4000er der Schweiz. Einen wesentlichen Teil dazu konnte Oberleutnant Gerald Schumer im Zuge dieser Vorbereitung zum Erfolg des Unternehmens beitragen. So wurde er ausgewählt, an der Manaslu Expedition teilzunehmen.

Nach der Auswahl musste Schumer selbstständig konditionell und bergsteigerisch über den Winter trainieren. Wegen des Assistenzeinsatzes im Burgenland und in Kärnten ging dies mit Masse nur in der Freizeit und am Abend. Währenddessen wurden in den Niederlanden über 2000 kg Ausrüstung vorbereitet und verpackt, die Planungen liefen seit Weihnachten 2015 auf Hochtouren.

MANASLU_PROFILDurchführung:

Die 26-köpfige Expedition startete Anfang April mit dem Flug nach Kathmandu. Dort angekommen galt es, den Transport mittels Tragtieren, Hochträgern (Sherpas) und zu Fuß vorzubereiten. Das Basislager auf 4800m Seehöhe wurde in einem 10tägigen Marsch erreicht, aufgrund gesundheitlicher Probleme kamen die letzten zwei Soldaten am 18. April an. Die Bergsteiger richteten sich möglichst angenehm für vier bis fünf Wochen  im ewigen Eis ein. Man stelle sich die Körperpflege, oder das Essen vor, klirrende Kälte (teilweise – 20° C bis maximal + 5° C) und Wind wenn man sich vom Zelt wegbewegt. Auch die regelmäßige Körperpflege ist in solcher Höhe absolut ohne Komfort.

Der Plan für die Besteigung sah so aus:

Errichtung von Hochlagern auf 5600 m, auf 6200 m, auf 6700 m und auf 7400 m, Versicherung von schwierigem Gelände mittels Fixseilen und Aluleitern, Verbringung von Sauerstofflaschen für den Gipfelsturm und Aufbau einer Rettungskette für das Gipfelteam. Dieser Plan wurde trotz meterhoher Schneefälle  und der damit steigenden Gefahr von Lawinen bis Ende April verwirklicht. Alleine die Spur und die obersten Fixseile unterhalb des Hochlagers auf 7400m schaffte man nicht. Bemerkung Schumers in diesen Tagen: „…zach is schon, Gott sei Dank vergeht das Kopfweh wieder wenn du unten bist…“

13087789_1528688967437502_8971231731989945032_nDer erste Gipfelversuch wurde von 30. April bis 2. Mai unternommen. Aufgrund der kurzen Schönwetterphasen und des Neuschnees war er aber nicht erfolgreich. Es wurde die gesamte Mannschaft wieder ins Basislager zurückbeordert und ein neuer Plan ausgearbeitet. Fokus: Flexiblere Chancenausnutzung durch ein kleineres Gipfelteam und größere Unterstützungsteams, welche die Spurarbeit sowie den Abschluss der Installation der Fixseile für das Gipfelteam bewerkstelligen. Schumer wurde in ein Unterstützungsteam umgeteilt.

Der zweite und erfolgreiche Anlauf auf den Gipfel wurde am 5.Mai gestartet, die Unterstützungsteams voran bis in das Lager 2 gebracht und die Arbeiten bis Lager 4 erledigt. Dr. Karl Gabl, der bekannte Innsbrucker Meteorologe, unterstützte die Expedition mit akkuraten Wetterprognosen via Telefon. Am 8.Mai kam das das Gipfelteam in das Lager 4 und gönnte sich eine kurze Rast. Noch in der frühen Nacht um 2:00 Uhr startete das Gipfelteam den entscheidenden Versuch. Sieben niederländische Mountain Leader und drei Sherpas schafften den Gipfel bis halb neun am Morgen. Eine Höchstleistung. Schumer hielt sich während des Aufstieges zwischen 6200m und 7000m für die etwaige Unterstützung bereit. Seine Aufbauarbeiten bis zum Lager 4 waren mitentscheidend für den Teamerfolg.

e3fe3188a0f9daf408962cdd80a2c6ddNach der erfolgreichen Besteigung galt es, alle Bergsteiger und das gesamte Gerät wieder ordnungsgemäß ins Basislager und weiter Richtung Heimat zu verbringen. Dies dauerte bis zum 12. Mai.

Ab 13. Mai wurde der Rückweg über Samagon (3550 m), der letzten Siedlung nach Kathmandu genommen. Am 17. Mai kamen alle wohlbehalten und gesund in Kathmandu an und konnten endlich entspannt ausschlafen und sich auf die Heimat freuen.

Herzliche Gratulation!

Die Redaktion