Logistik on Top!

Was heißt Logistik auf Bataillonsebene für die Operational Reserve Force im Kosovo?

20 Monate Planungsphase, Erkundungen und Absprachen im Kosovo, einige Workshops und Besprechungen, Aufmarschplanung  in Varianten über 1200 Kilometer Luftlinie. Übernahme von dutzenden Fahrzeugen und Gerät aus ganz Österreich. Damit einhergehend vier Monate Dauerbeanspruchung  (Dezember 2016-März 2017) der Versorgungsgruppen der Kompanien aufgrund der Geräteübernahmen. Über 150 Lenkberechtigungen (in drei Wochen) für deutsche Fahrzeuge ausbilden. Unzählige Fahrkurse innerhalb Österreichs um die Beweglichkeit auf den verschiedenen Fahrzeugtypen sicherzustellen. Ausbildung der Sanitäter auf den deutschen Systemen und Fahrzeugen sowie umgekehrt Ausbildung der deutschen auf österreichischem Gerät. …

Was heißt Logistik auf Bataillonsebene für eine Volltruppenübung mit ca. 800 Soldaten? 

Marsch über ca. 1000 Kilometer von Österreich (mit Masse Klagenfurt) zum Gefechtsübungszentrum Heer im Norden Magdeburgs.

199 Fahrzeuge auf Eisenbahn verladen, 6 Züge, 121 Waggone mit 3.320 Tonnen und 2,3 Kilometer Gesamtlänge. 12 Busse lediglich für die Kerntruppe (Gesamtstärke der österreichischen Übungs- und Leitungstruppe über 800 Mann).

Organisation von über 40.000 Teiltagesportionen Essen, Unterbringung von 800 Soldaten in 112 Zelten und 6 verschiedenen Gebäuden und die Sicherstellung der entsprechenden  Arbeitsplätze wie zum Beispiel Gefechtsstände. Nicht zu vergessen die Sicherstellung der Toiletten und Hygieneeinrichtungen, sowie die Abfallbewirtschaftung und die Bestimmungen des Umweltschutzes. Auch will der Soldat wenigstens einmal seine Bekleidung gewaschen wissen (internationale Vergebührung und Verrechnung).

6 Tonnen Munition inklusive Lagermöglichkeiten.

Einsatz eines Tankwagens mit 15.000 Liter Fassungsvolumen zur fortwährenden Betriebsmittelversorgung und Routex Karten, mit denen an zivilen Tankstellen getankt werden kann.

Im Personalwesen vordringlich die Einflechtung der Fülltruppe und Unterstützungsteile.

Organisation der Versorgung der Truppe im Gefecht mit Munition, Betriebsmitteln, Verpflegung und vor allem die sanitätsdienstliche Versorgung ( 5 Ärzte, 17 San-Fahrzeuge, Rettungsstation (deutsch) und Feldsanitätsstation (österreichisch) ) während der zwei dreitägigen Übungsphasen. Unter Berücksichtigung der internationalen Bestimmungen und Fusion zweier Arbeitsweisen und drei verschiedenen IT-Systemen. Die Bergung von Fahrzeugen aller Art muss sichergestellt werden. Mögliche Kriegsgefangene müssen gemäß den internationalen Verträgen behandelt und verbracht werden.

Und dann einmal Rückorganisation nach Österreich.

We make it happen!

Wir, die Logistik!

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