Freifall Sprungkurs

Die Ausbildung zum manuellen Militärfallschirmspringer gliedert sich in vier Ausbildungsabschnitte, beginnend mit dem Windtunnel gefolgt von der MFF (Military Freefall) Ausbildung danach Festigung des Freifalls und der Schirmfahrt und als Abschluss Sprünge unter Einsatzbedingungen.

In der Zeit von 06.06.17 bis 07.07.17 fand beim Jagdkommando in Wiener Neustadt der Militärfreifallkurs Abschnitt Eins bis Drei statt. Drei Soldaten des Jägerbataillons 25 nahmen an diesem Kurs Teil. Im wesentlichen geht es in den ersten drei Ausbildungsabschnitten zum manuellen Militärfallschirmspringer um das überleben in der Luft.

In der ersten Kurswoche wurden, im Windtunnel in Wien, die Vorraussetzungen für den ersten Sprung geschaffen. Das Gefühl des freien Falls wird vermittelt sowie das gesamte Freifallprogramm von Level eins, also dem ersten Sprung, durchgeübt.

Die zweite Woche begann mit dem zweiten Abschnitt MFF(Military Frefall) Ausbildung analog zur zivilen AFF (Accelerated Freefall) Fallschirmsprungausbildung. Beginnend mit Level eins (zwei Lehrer beim Schüler) mussten diverse Aufgaben ausgeführt werden, die Schwierigkeit steigerte sich dann bis Level 8, wo die Schüler bereits den ersten Prüfungssprung absolvieren mussten um ohne Lehrer springen zu dürfen. In den sieben Leveln müssen bereits Links- und Rechtsdrehungen, Drehungen um die Längsachse sowie Vorwärts- und Rückwärtssalto erlernt und danach fehlerfrei ausgeführt werden. Bei Level acht wird dies Überprüft und wiederum mittels Video dokumentiert.

Ab Level acht ist der zivile Sprungschüler alleine und springt bis er 28 Sprünge absolviert hat um dann zur Prüfung antreten zu dürfen. Beim Militär beginnt hier der dritte Ausbildungsabschnitt, Festigung von Freifall und Schirmfahrt.

Jeder weitere Sprung wird gebrieft, weiterhin mit einem Lehrer durchgeführt und mittels Video dokumentiert. Hauptaugenmerk liegt am stabilen Abgang aus dem Luftfahrzeug dem Freifallprogramm, welches durch den Sprunglehrer vorgegeben wird, der Schirmfahrt und der Landung im Zielkreis. Der stabile Abgang ist besonders wichtig für das Gepäckspringen und in weiterer Folge um einen Gleiteinsatz aus großer Höhe durchführen zu können, da hier mit minimaler Verzögerung der Fallschirm geöffnet werden muss. Bei der Schirmfahrt werden militärische Flug und Landeverfahren, wie z.B. das Staffeln und das exakte Nachfliegen, geübt.

Als Abschluss der ersten drei Abschnitte musste ein schriftlicher Test mit Inhalten wie Erste Hilfe, Luftfahrtrecht, Materialkunde und Aerodynamik sowie ein Prüfungsgespäch vor einer Kommission und eine Packprüfung absolviert werden und natürlich der Prüfungssprung mit Landung im Schotterkreis.

Das eigentliche Ziel dieses Kurses muss aber noch im vierten Abschnitt, welcher von 21.08.17 bis 08.09.17 stattfindet, erlernt werden. Als Absetzluftfahrzeuge finden sich die C-130 Hercules, S-70 Black Hawk, AB-212 sowie die PC6 Pilatus Porter. Ziel der gesamten Ausbildung ist ein Absprung mit Waffe und Großgepäck, bei Nacht, auf eine unbekannte Außenlandezone in der Größe von 100m x 100m.

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