Alpenglühen

 

Die Waffenübung aus der Sicht des Kompaniekommandanten

Vom 11. bis zum 16. September fand die Formierungsübung der 3./25, der Milizkompanie des Jägerbataillons 25 statt. Im letzten Roten Barett wurde über die mehrmaligen Änderungen, der vom Bataillon geplanten Übung, die von höchster Stelle angeordnet wurden, bereits berichtet. Gleich an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die mob-verantwortlichen Kameraden, die mit viel Vor- und Nacharbeit versucht haben, nicht nur den Organisationsplan zu befüllen, sondern soweit es möglich war und ist, auch die Wünsche der eingeteilten Soldaten dabei zu berücksichtigen.

Mit der Durchführung wurde schließlich die Kampfunterstützungskompanie (KUKp) betraut. Im August gab es dann eine Phase des gemeinsamen Planens und Vorbereitens der Übung durch Kameraden der KUKp und mehrere Milizoffiziere in der Khevenhüller-Kaserne.

Trotz etlicher Ausfälle von einberufenen Kameraden war die Anzahl der einrückenden Soldaten am 11.September sehr zufriedenstellend.

Ausfassen, Umrüsten, Einkleiden, Einzahlen, etc… braucht seine Zeit. Dennoch verlegte Miliz und Kader der KU bereits nachmittags auf den Truppenübungsplatz Seetaleralpe, der in einer ungemütlichen Nebelsuppe nahezu verschwunden war. Weit und breit kein Alpenglühen.

Jeder Tag war gefüllt mit abwechslungsreicher Ausbildung zu verschiedensten Themen wie Waffen und Schießdienst, Scharfschießen bis hin zum Gruppengefechtsschießen, militärischer Nahkampf, erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe und natürlich Gefechtsdienst. Besonders beeindruckend waren die einsatznah gestalteten Schießvorhaben mit Pistole und Sturmgewehr, die jedem Mann ein Mehr an „Action“ boten, aber auch ein Mehr an Verantwortung abverlangten. Durchaus als Highlight für alle beteiligten Soldaten darf ich den Gefechtsdiensttag mit den Duellsimulatoren bezeichnen. Ein hohes Ausmaß an Lernbereitschaft und Motivation seitens der Miliz bei allen Dienstgraden traf auf fachliche und pädagogische Kompetenz der coachenden Kameraden von der KUKp, die es verstanden, im besten Sinne des Wortes, auszubilden und zu motivieren. Auch unsere Sniper, die Scharfschützen der Kompanie, übten erstmals in dieser Besetzung. Ausgebildet wurden sie von einem dafür berufenen Kameraden, der bis vor kurzem noch der 2/25 als Kommandant der Scharfschützengruppe angehörte.

Dass der Bataillonskommandant Oberstleutnant Alexander Raszer sich mehrmals persönlich vom Ausbildungsstand seiner Milizkompanie ein Bild machte und auch am feucht- fröhlichen Abschlussabend keine Berührungsängste zeigte, wurde von den Milizkameraden anerkennend vermerkt.

Die ganze Woche hindurch sorgte Petrus für abwechslungreiches Wetter, vom lehrreichen Jägerwetter, über dichteste Nebelwetterlagen, den ersten Schnee, bis hin zum sonnigen Alpenglühen.

So endete die Formierungsübung der 3./25 wie sie begonnen hatte, mit Regen und Nebel bei der Rückverlegung nach Klagenfurt.

Unser herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrer Arbeit eine wirklich interessante, abwechslungsreiche und sinnvolle Übung für die Miliz des Bataillons ermöglicht haben, gilt vor allem dem Kompaniekommandanten mit seinem Team der KUKp.

Bleibt noch anzumerken, dass die nächste Übung unser angestammtes Metier, die Zusammenarbeit mit Hubschraubern bei der einen oder anderen Luftlandeaktion beinhaltet.

Mut, Tapferkeit und Treue

Hauptmann Mag.Andreas Reitbauer

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