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Austausch mit Frankreich

Von 6.-10.Februar hatte die Kampfunterstützungskompanie Unterstützung von drei französischen Offiziersanwärtern.

 

IMG_3549Sie nahmen an der Schießverlegung auf den Truppenübungsplatz Seetaler Alpe teil und erlebten die schweren Waffen hautnah. Der Besuch hatte das Ziel die Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und befreundete Streitkräfte kennen zu lernen.

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Davor wurden die Kadetten bereits in die Offiziersausbildung und in andere Truppenkörper eingewiesen.
Insgesamt waren sie ca. ein Monat in Österreich.

länge/duration:     2:37min
©ÖA&Komm JgB25

KU-Kompanie in Allentsteig

Vom 26.September bis 7.Oktober 2016 verlegte die Kampfunterstützungskompanie (KUKp) gemeinsam mit der Stabskompanie zum letzten Mal in diesem Jahr auf den Truppenübungsplatz Allentsteig. Die Verlegung stand im Zeichen einer kompanieübergreifenden Sprengausbildung, sowie Gruppen- und Kompaniegefechtsschießen. Nach der Entladung am Montag startete am Dienstagmorgen der theoretische Teil der Sprengausbildung für beide Kompanien. Nach Aufbau und Erkundung für das folgende Gruppengefechtsschießen schlossen wir den Tag mit einer Ausbildung, getarntes Fahren bei Nacht inklusive Orientierungsaufgaben, ab.

Am Mittwoch führten beide Kompanien ein Absetzschießen im Gruppenrahmen durch. Das Highlight der ersten Woche war das Kompaniegefechtsschießen (KGS) der KUKp im Zusammenwirken aller Kampfunterstützungselemente am Donnerstag. Vor dem verdienten Wochenende wurde noch die Handgranatenwurfverpflichtung erfüllt.

Die zweite Woche begann mit einem Scharfschießen in der Grabenkampfanlage, mit Sturmgewehr und Pistole. Bei bestem Aufklärungswetter führten wir Aufklärer am Dienstag eine Gefechtsausbildung im Trupprahmen durch, bei der die Annäherung, Aufklärung und das Bekämpfen eines Prioritätsziels geübt wurden.
Der krönende Abschluss der Verlegung war das Belehrungs- und Gewöhnungssprengen am Sprengplatz Edelbach.

simulatorschiessenAusbildung beim Panzerabwehrlenkwaffen (PAL) -Zug:
Die Teams hatten im Zuge des KGS den Auftrag, Panzer auf Entfernungen bis 2000 Meter zu bekämpfen. Nach der vorgestaffelten Erkundung am Vortag und der Einweisung in die Stellungen bezogen wir unseren Verfügungsraum, dessen Standort ca. 700 Meter von der Feuerstellung entfernt war. Für den scharfen Schuss, beluden wir unsere Pinzgauer, mit jeweils zwei Lenkflugkörpern.

„PANZERALARM Panzer im Wirkungsraum erkannt“, das Schlagwort für einen sofortigen Einsatz der PAL-Trupps. Zeitgleich heulten die Motoren unserer Pinzgauer auf und wir bezogen unsere Feuerstellungen. Der monatelange Drill machte sich bezahlt. Durch eine schlagartige Feuereröffnung beider Waffen wurden die ersten zwei Ziele vernichtet. Nachdem keine weiteren Ziele im Wirkungsraum erkannt wurden, kam der Befehl zum Absetzen in den Verfügungsraum. Dieses Szenario hat jeder der Soldaten im PAL-Zug bei Tag, sowie auch bei Nacht absolviert, es war für jeden einzelnen wertvoll, Gefechtsabläufe nicht nur mit Simulator zu durchlaufen sondern auch im scharfen Schuss.

Für den PAL-Zug war es ein erfolgreiches Schießen, da uns 33 Lenkflugkörper zur Verfügung standen wovon 32 erfolgreich ins Ziel gelenkt wurden.

screenshot_20161027-003210Sprengausbildung:
Im Einsatz muss jeder Soldat in der Lage sein, Sprengladungen anzubringen und zu zünden. Im Wesentlichen handelt es sich im Bereich der Infanterie um Richtsplitterladungen zur Überwachung von Geländeabschnitten oder Türladungen für Zutrittssprengungen sowie Ladungen zum Beseitigen und Räumen von Sperren.

Insgesamt wurden 180 kg Sprengstoff auf die verschiedensten Sprengobjekte geladen. Die Bandbreite reichte von Trichterladungen, Prismaladungen, Hohlladungen, Sonderladungen bis hin zu einfachen Türladungen, wie sie bei Zutrittssprengungen verwendet werden, Richtsplitterladungen und natürlich die klassische Bohrpatrone.

Für den Fallschirmjäger ist auch diese Ausbildung unumgänglich, um am modernen Gefechtsfeld zu überleben. Am Boden beginnt der eigentliche Kampf und der endet schnell wenn man nicht mehr vorankommt.

img_9684Der Granatwerferzug (GrW-Zg) schulte in den ersten Tagen die neuen Soldaten in den Abläufen innerhalb der jeweiligen Trupps. Neben der Ausbildung im Motmarsch und Stellungsbezug/Stellungswechsel übten wir das präzise Unterstützungsfeuer im scharfen Schuss. Am Donnerstag der ersten Woche konnten die „neuen“ Soldaten des GrW-Zg sich das erste Mal im scharfen Schuss beweisen, und zwar gleich mit einer Lage, bei der wir den Aufklärungszug und den schweren Scharfschützenzug sowie eine fiktive Jägerkompanie unterstützen durften. Es wurde sofort mit einem Wirkungsfeuer begonnen und die Abweichungen während des Feuers korrigiert – vermutlich wird’s im Einsatz nicht anders sein.

Das Wetter der zweiten Woche bot einige Überraschungen durch den aufgeweichten Boden. Nichts desto trotz wurde am Dienstag der zweiten Woche die Gefechtsbereitschaft hergestellt und die erste Feuerstellung bezogen. Gleich darauf Herauslösen und Bezug der nächsten Feuerstellung.

Beim anschließenden Gruppenfeuer mit sechs Granaten pro Rohr störte dann ein Zwischenfall, der zeigt, dass wir das Verhalten bei Hemmungen nicht umsonst üben. Es gab bei zwei Werfern einen Verpuffer, die Granaten schlugen dadurch nur hundert Meter vor uns im Boden ein. Nach Ursachenforschung und Suche nach diesen Granaten wechselten wir die Teilladungen und feuerten ohne weitere Zwischenfälle aus allen Rohren. Die „Heilige Barbara“ hat uns wissen lassen, dass es Schießen gibt, bei denen die Flexibilität des Zuges gefragt ist, und das ist auch gut so.

Insgesamt aus Sicht der KUKp zwei gute, lehrreiche Wochen

Soldaten der KUKp

Die 7. Jägerbrigade informiert.

Geschätzte Leser der Website,

Angehörige des Jägerbataillons 25

woergoetterAm Beginn stelle ich als Ihr Brigadekommandant fest, dass Ihr aller Engagement und Ihre positive Herangehensweise und Annahme von Herausforderungen vorbildlich ist, vor allem seit den besonderen zusätzlichen Erfordernissen ab September 2015! Sie haben die Aufträge in erster Linie zum Schutz und zum Wohl unseres Volkes und unserer Heimat erfüllt! Respekt und Anerkennung im Namen des Dienstes als Ihr Brigadekommandant; und ein Dank von mir persönlich als Jürgen Wörgötter und Bürger in Uniform.

Am 22. Juni 2016 wurden die Kommandanten der Truppe nach Wien gerufen um die Ergebnisse zur Neuausrichtung des Militärs offiziell zu erfahren. Der Grundtenor ist sehr positiv – es geht wieder bergauf – es gibt genug zu tun!!

Lage im Großen:

An dieser Stelle muss ganz klar gesagt werden, dass die äußeren Umstände, welche zu dieser Trendwende führten, alles andere als erfreulich sind. Krisenraum Ukraine, neue Spannungen um das Baltikum, der als Pulverfass zu bezeichnende mittlere und nahe Osten, unkontrollierte Entwicklung von vielen Regionen als Brutstätten des Terrors, instabile Lagen an der afrikanischen Gegenküste des Mittelmeers, zu erwartende große Flüchtlingsbewegungen aus dem Raum jenseits der Sahara, um nur eine Auswahl an Beispielen zu treffen – alles Räume direkt angrenzend oder an der Peripherie Europas! Und nicht zuletzt die gesamtheitlichen Herausforderungen um die Flüchtlingsbewegungen und die zunehmende Anzahl an Terrorakten mitten in Europa! Die Auswirkungen von alldem sind auch im Herzen Europas mehr spürbar als je zuvor. Sicherheit ist nicht geschenkt! Sicherheit ist das Basisbedürfnis von uns allen! Sicherheit zum Spartarif ergibt nicht die geforderte Wirkung! Sicherheit ist sehr wertvoll! Ja, es gibt wirklich viel zu tun!!

Lage der Streitkräfte:

Wir werden wieder stärker! Kasernen bleiben, neue Verbände entstehen, Modernisierung und Neubeschaffungen sind angekündigt, Infrastruktur wird verbessert, Personal wächst auf, Kaderpräsenzeinheiten (KPE) innerhalb der Landstreitkräfte werden auf 4.500 verdoppelt. Besoldung für den jungen Kadermann wird aufgestockt! Ich orte bei meinen Dienstaufsichten ein gutes Maß an Aufbruchsstimmung bei meinen Mannschaften und in der Bevölkerung. Allein schon der Umstand, dass die für die Auftragserfüllung nötigen Mehrdienstleistungen finanziell abgegolten werden und die Übungstätigkeiten zunehmen können darf als erstes Zeichen des positiven Trends gewertet werden! Ich will an dieser Stelle aber besonders darauf hinweisen, dass wir uns ein wenig Zeit geben müssen um den Umkehrschwung tatsächlich umzusetzen und die Auswirkungen am Kasernenhof zu sehen. Ich möchte etwas Geduld einmahnen! Modernisierung und Neubeschaffung geht nicht von heute auf morgen. Aber eines ist heute schon klar absehbar. Mehr CRC-Ausrüstung, Stich- und Splitterschutzwesten, Helme, mehr geschützte Fahrzeuge, mehr Gruppenfahrzeuge, mehr Mannschaftstransporter, Spezialfahrzeuge, Drohnen, Radar, Pionier- und ABC-Ausrüstung und anderes mehr ist in Planung und teilweise schon in Beschaffung! Ich werde bei meinen nächsten „Stunden Brigadekommandant“ im Herbst 2016 bei den Verbänden dazu im Detail informieren.

Erfolgskriterium Nummer Eins ist aus meiner Sicht die notwendige Aufbringung des Nachwuchses und der Kaderaufwuchs. Hier wird es messbar sein ,ob wir Erfolg haben. Daher haben alle Fördermaßnahmen zum Aufwuchs des Personals klare Priorität!! Aus Sicht der 7.JgBrig hätte dabei der Nachwuchs zum Unteroffizier und der Nachwuchs  als Militärvertragsbediensteter (MVB) – Soldat als KPE denselben Stellenwert.

Lage bei der 7. Jägerbrigade:

Die 7.JgBrig wird spezialisiert, als „leichte Brigade“ bezeichnet und steht gemeinsam mit dem Kommando Schnelle Einsätze (KSE) in Mautern im Fokus der Weiterentwicklung. Die Begrifflichkeit „Leicht“ darf dabei nicht falsch verstanden werden! Leicht bedeutet leicht gepanzert und luftbeweglich, also vom Wesen her ausreichend geschützt, flexibel und bei Bedarf schnell wirksam. Die Veränderungen im Führungsbereich der 7.JgBrig im Süden Österreichs sind zweigeteilt. In Kärnten wird zunächst das Jägerbataillon 26 (JgB26) in das Militärkommando Kärnten (MilKdoK) integriert; mittelfristig besteht die Absicht das neue Jägerbataillon 7 (JgB7) aufzustellen, um danach das JgB26 wieder an das Kommando Gebirgskampf (vormals 6.JgBrig) zurück zu unterstellen. Die Aufstellung des JgB7 ist zwar durch das MilKdoK zu erfüllen, wird aber stark durch die 7.JgBrig zu unterstützen sein. In der Steiermark wird das Jägerbataillon 18 aus St. Michael in absehbarer Zeit, spätestens wohl mit 1. Jänner 2017, aus der 7.JgBrig herausgelöst und dem Militärkommando Steiermark unterstellt; trotzdem wird sich der Personalstand der Brigade leicht erhöhen, da wir in der Binnenstruktur der Verbände einen massiven Zuwachs an – vor allem – Kaderpräsenzeinheiten (KPE) erfahren werden. Der Anteil an KPE wird sich vor allem im südsteirischen Raum – von Straß über Feldbach bis Güssing)- mehr als verdreifachen.

Die Aufträge an die 7.JgBrig sind noch nicht klar ausdefiniert, ich sehe in Zukunft aber folgende 3 Kernaufgaben für uns:

1. Aufbau der Bataillonskampfgruppe (BKG), gehärtet bzw. luftbeweglich, für eine Stabilisierungsoperation in einem Auslandsszenario mittlerer Intensität,

2. Beitrag für die Sicherstellung vor allem der reaktiven Terrorbewältigung im In- und Ausland, dabei in enger Zusammenarbeit mit dem KSE,

3. Beitragsleistung zur Sicherheitspolizeilichen Assistenz sowie zur Katastrophenbewältigung in Anlassfällen wie bisher.

Vor allem Aufgabe 1 und 2 bedeuten einen notwendigen Zuwachs von militärisch-technischen Fähigkeiten und letztlich auch die geistige Fähigkeit die „Landesverteidigung innerhalb der eigenen Landesgrenzen“ neu zu denken, diese zu verstehen, dabei klar zu definieren und die Notwendigkeiten daraus abzuleiten.

Die 7.JgBrig wird dabei die Basisfähigkeiten der Gefechtstechniken und der Terrorbewältigung (= Consequence Management) weiterentwickeln und stabilisieren und die taktischen Fähigkeiten zur Führung von robusten Einsätzen im Sinne des Kampfes der verbundenen Waffen und des „shapings the battlefield – vor Waffengebrauch“  schärfen!

Die beiden Hauptsäulen der Entwicklung dabei sind das Jägerbataillon 17 (JgB17, Straß) und das Jägerbataillon 25 (JgB25, Klagenfurt). Das Stabsbataillon 7 (StbB7, Klagenfurt), das Pionierbataillon 1 (PiB1, Villach) und das Aufklärungs- und Artilleriebataillon7 (AAB7, Feldbach) werden mit den jeweiligen Fachfähigkeiten der Führung, der Logistik und der Kampfunterstützung ergänzen und unterstützen.

Ableitungen für das StbB7:

Das StbB7 wird einen Teil abgeben, die Miliz weiter aufbauen, mit KPE verstärkt, Teil der EUBG bleiben, den Standort Bleiburg weiter betreiben und wird wesentliche Elemente der Einsatzunterstützung für die BKG der 7.JgBrig bereitstellen. Die Werkstattkompanie wird an das HLoGZ Klagenfurt abgeben, wobei noch in Beurteilung steht, welche Elemente aus dieser Kompanie zur Eigeninstandsetzung doch im StbB7 verbleiben und in die Stabskompanie integriert werden. Die Lehrkompanie wird weiterhin in Bleiburg die nunmehr beschlossene Kaderanwärterausbildung Neu ab Herbst 2016 durchführen. Die Nachschubs-Transport-Kompanie wird weiterhin Träger der EUBG sein und den KPE-Stand erhöhen, die ABC-Abwehrkompanie, ebenfalls im KPE-Status, die bisherigen Aufgaben weiter wahrnehmen.  Stabskompanie und Führungsunterstützungskompanie werden neben den bataillonsinternen Aufgaben vor allem die Entwicklung des Gefechtsstandkonzeptes für die BKG unterstützen.

Ableitungen für das JgB17:

Das JgB17 ist Träger Entwicklung der Fähigkeiten für die gehärtete BKG innerhalb der 7.JgBrig und innerhalb der Streitkräfte. Damit ist das Alleinstellungsmerkmal weiterhin klar definiert, auch wenn in weiterer Folge das System Pandur mit dem JgB19 aus Güssing zu teilen ist. Das JgB17 wird einen ordentlichen Zuwachs an KPE erfahren; neben der seit 1. Juli begonnenen Aufstellung eines weiteren JgZg sollen ab 2017 Elemente der Kampfunterstützung, also Scharfschützen, Panzerabwehrlenkwaffen und schwere Granatwerfer ebenfalls in den KPE-Status wechseln, langfristig steht damit die Aufstellung einer weiteren KPE-Kp im Raum. Der Aufbau der Miliz geht bis auf weiteres in der geplanten Art weiter und die räumliche Nähe zur Südgrenze bringt den Umstand, dass der Standort Straß noch länger als Basis für den AssE/hsF wird dienen müssen. Die OrgPläne für die Infanterie sind noch in Bearbeitung, sollen aber mit Jahreswechsel verfügbar werden und orientieren sich an dem Modell JgB25.

Ableitungen für das JgB18:

Das JgB18 ist der Hauptträger der Milizkomponente in der Steiermark und ist innerhalb der 7.JgBrig am intensivsten von der Umstrukturierung betroffen, weil der Abgang von der 7.JgBrig und die Unterstellung zum MilKdoST beschlossen ist und die Umsetzung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit 1. Jänner 2017 abgeschlossen sein soll. Die tatsächlich spürbaren Änderungen für den Verband werden aber eher gering sein. KPE wird im Raum verbleiben und auch die waffengattungsspezifische Ausbildung im urbanen Raum und im (Mittel)Gebirge bleibt erhalten, sodass die militärischen Fähigkeiten als Arbeitgeber in der Obersteiermark attraktiv bleiben und ein Mitüben bei der 7.JgBrig im Rahmen von größeren Übungsvorhaben, natürlich in enger Abstimmung mit dem MilKdoST, weiterhin möglich ist. Der OrgPlan verbleibt in der Kp-Struktur unverändert mit 3 Jägerkompanien, die schweren Systeme und die Aufklärung verbleibt in der Stabskompanie. Die Festlegung der detaillierten Binnenstruktur erfolgt nun im Herbst, die Anzahl der Arbeitsplätze bleibt in etwa gleich bzw. könnte sich geringfügig sogar erhöhen. Die Hauptaufgabe des JgB18 dürfte, ohne dem neuen führenden Kommando vorgreifen zu wollen, in der Entwicklung der Fähigkeiten im Consequence Management liegen, zur Abwehr von Terrorbedrohungen, auch im Rahmen der Miliz.

Ableitungen für das JgB25:

Das JgB25 ist Träger Entwicklung der Fähigkeiten für die Elemente der luftbeweglichen BKG innerhalb der 7.JgBrig und innerhalb der Streitkräfte. Damit ist das Alleinstellungsmerkmal weiterhin klar definiert! Die Zusammenarbeit mit dem Jagdkommando und dem Kommando Luftunterstützung werden dabei wieder mehr in den Focus zu nehmen sein. Die „Airborne Community“ ist wieder zu intensivieren! Neben der Luftlandefähigkeit sind auch die Fähigkeiten für die gehärtete BKG – in enger Zusammenarbeit mit dem JgB17 – weiterzuentwickeln, nicht zuletzt aufgrund der ORF-Verantwortung 2017/18. Langfristig wird das JgB25 auch den KPE-Status als vermindertes Bataillon gewährleisten können; vermindert dabei bedeutet, dass nach Erfüllung des ORF-Auftrages mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine JgKp vom KPE-Status in eine Rahmeneinheit übergeführt werden dürfte. Ziel muss es dann sein, mit Kdo- und StbKp, einer InfKp und einer KUKp den KPE-Level selbständig bei rund um 85 % oder höher zu halten. Die Unterstellung weiterer Manöverelemente (KPE) wird anlassbezogen durch die Brigade sichergestellt.

Ableitungen für das PiB1:

Das PiB1 wird in weiterer Folge den bereits bekannten OrgPlan einnehmen können. Die besondere Herausforderung mittelfristig wird es sein, den Anteil an KPE auf bis zu Kompaniestärke zu erhöhen. Im Jahr 2017 ist es vorgesehen, neben den bereits vorhandenen Elementen KMA(KPE) ein KpKdo(KPE) und einen weiteren PiZg(KPE) aufzustellen. Das PiB1 hat einen erfolgreichen Weg zur Erhöhung der Fähigkeiten zur Kampfunterstützung eingeschlagen – dieser Weg wird durch die Brigade voll inhaltlich bestätigt und ist weiter zu beschreiten. Dabei kommt es darauf an, das Schwergewicht auf jene Fähigkeiten zu legen, welche im Rahmen der BKG eine besondere Bedeutung haben. Nicht zuletzt soll an dieser Stelle die Situation zur Infrastruktur angesprochen werden. Es gibt Bestrebungen und Gedanken, nachhaltige Verbesserungen für den Standort der Pioniere in Villach zu erwirken. Der massive Zulauf an Gerät, der geplante Aufwuchs mit KPE und der Bedarf zur Modernisierung machen eine Investition in die Infrastruktur zwingend notwendig. Wir, die Pioniere und die Brigade haben dabei die Aufgabe, mögliche Planungen der vorgesetzten Dienststellen mit nüchterner Sachkenntnis zu unterstützen.

Ableitungen für das AAB7:

Das AAB7 wird sich in Zukunft besonderen positiven Herausforderungen gegenüber sehen. Mit Priorität 1 geht es um den Aufbau und die Etablierung von ersten Elementen der KPE in Feldbach. Ab 1. Jänner 2017 soll mit dem Aufbau gestartet werden, voraussichtlich mit einem Kompaniekommando (KpKdo) und einem Aufklärungszug. Langfristig wäre eine gesamte Aufklärungskompanie (KPE) vorgesehen. Das AAB7 wird für die Brigade jenen Teil der BKG beistellen, die vor allem Aufklärung, Feuerleitung und Artillerie betreffen. Die größte Herausforderung stellt aus heutiger Sicht die infrastrukturelle Entwicklung dar. Nach derzeitigem Planungsstand wird das Bataillon in Zukunft aus 4 Kompanien bestehen, einer Stabskompanie, 2 Aufklärungskompanien und einer Artilleriebatterie. Um allen Elementen Platz zu bieten, gibt es bei den vorgesetzten Dienststellen die Planungen, ein weiteres Unterkunftsgebäude – als Ersatz für Fehring – in Feldbach errichten zu lassen. Diese Planungen sind durch die Sachkenntnis vor Ort zu unterstützen.

Die Aufgaben für die 7.JgBrig und ihre unterstellten Verbände sind herausfordernd. Nehmen wir diese an und haben Erfolg!

Wir sind beinahe dazu gezwungen, Vielseitig und Selbstbewusst – Gemeinsam zum Erfolg; oder anders ausgedrückt –

EINSATZBEREIT

JEDERZEIT

WELTWEIT!

Kampf im urbanen Gelände

Korporal Wieser, von der 2.Kompanie des Jägerbataillons 25, gibt uns heute einen kleinen Einblick in die Ausbildungspraxis für den „Kampf im urbanen Umfeld“. 

crc_glainach-6Ich hatte bereits einmal eine Ausbildung für den Ortskampf, jedoch bin ich mit viel Motivation und Freude in der Ortskampfanlage „Angererdorf“ bei Glainach angekommen.

Beim ersten Ausbildungsabschnitt erlernten wir das “Eckenschneiden” und “Vorpreschen”.
img_9374Ecken sind grundsätzlich Gefahrenstellen. Eine Möglichkeit, Ecken zu passieren, ist das “Schneiden” der Ecke. Hier wird die Ecke langsam überwunden und möglichst wenig vom eigenen Körper preisgegeben. Beim “Vorpreschen” erscheint der Schütze plötzlich und befindet sich bereits beim Erscheinen im Anschlag. Diese Technik wird allgemein auch als “Hüftknick” bezeichnet und ist schneller als das “Eckenschneiden”. Hier gelten die infanteristischen Grundsätze “viel sehen und nicht gesehen werden”

Erst wenn hier jeder Handgriff sitzt, wird weitergemacht.

img_0106Danach folgte der Ausbildungsabschnitt in dem wir die Stiegentechnik erlernten. Dabei arbeitet man sich raupenartig unter Absicherung aller Gefahrenstellen (Türen, Fenster, nächstes Stockwerk) vor.

Das Eindringen in ein Haus mittels verschiedener Hilfsmittel (Leiter, Brett, Muskelkraft) war als nächstes am Programm. Dabei geht als erstes ein Sicherungstrupp nach vorne und sichert dabei alle Gefahrenstellen ab. Der “Breacher” – jener Schütze, der für die Vorbereitung der Eindringstelle vorgesehen ist – geht vor und öffnet die Türe oder bringt die Leiter in Stellung.

Wenn diese Gruppe die Stellung bezogen hat und die Eindringstelle passierbar gemacht wurde, macht sich der Eindringtrupp auf den Weg und nimmt den Raum.

img_9405Im Anschluss an das Eindringen übten wir das richtige Überwinden von Kreuzungen und das Bewegen auf Straßen. Da wir natürlich nicht nur bei Tag eingesetzt werden und es in Gebäuden oft dunkel sein kann, trainierten wir das Vorgehen in Räumen noch in einem dafür verdunkelten Gebäude.

Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Eindringen in einen Raum. Dabei stellen sich drei Schützen auf einer Seite der Tür auf und der Breacher auf der anderen. Der Breacher öffnet die Türe, dabei stehen ihm verschiedene Mittel zur Verfügung: Ramme, Hammer, Pumpgun und sogar ein Sprengsatz gehören zu den Hilfsmitteln, die hier angewandt werden.

img_0241Hat der Breacher die Türe erstmal geöffnet, dringen die drei Schützen auf eine fix vorgegebene Weise in den Raum ein. Einer sichert die linke Seite, der Zweite die Rechte und der Dritte versichert sich, in dem er sich mit dem Blick zur Decke im Kreis dreht, dass sich keine Sprengsätze im Raum befinden und im sichttoten Raum hinter der Türe kein feindlicher Schütze wartet.

Am Ende des Tages übten wir die verschiedenen Techniken im Ganzen. Dabei drangen wir mittels Sicherung und Eindringtupp in die Gebäude ein,  nahmen das Erdgeschoss Raum für Raum, arbeiteten uns mittels Stiegentechnik über das Stiegenhaus in den ersten Stock vor und nahmen auch dieses und den Dachboden. In einem Raum befand sich ein feindlicher Schütze, den wir stellten und durchsuchten.

Am zweiten Ausbildungstag setzten wir das Gelernte in einer Kampfbahn, die sich quer durch die Gebäude der Ortskampfanlage “Angererdorf” in Glainach zog, um. Gebäude für Gebäude musste auf diese Art genommen werden, die wir am Vortag erlernten. Es waren verschiedene Hindernisse zu überwinden, wir benutzten Rauchkörper beim Übersetzen. In der gesamten Anlage waren Ziele aufgebaut, die wir bekämpfen mussten. Zum Abschluss übten wir das Bergen eines verletzten Kameraden durch ein Tunnelsystem.

Im Großen und Ganzen war die Ausbildung hoch interessant, fordernd und lehrreich.

Korporal   Wieser

Der Bataillonskommandant

 

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Alexander Raszer, MA ist der Kommandant des Jägerbataillons 25

Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 25,

werte Lesergemeinde

Mit Wirkung vom 1. April dieses Jahres, wurde ich zum Kommandanten des Jägerbataillons 25 bestellt. Am 25. Mai durfte ich offiziell, im Beisein des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung und Sport und weiterer Festgäste, im Rahmen eines Festaktes das Kommando über das Bataillon übernehmen.

Ich möchte mich bei allen mit der Entscheidungsfindung befassten Vorgesetzten, für das Vertrauen in meine Person, recht herzlich bedanken. Weiters bedanke ich mich auch bei meinen Unterstützern und Wegbegleitern, die mich während meiner gesamten militärischen Laufbahn, zum Erreichen dieser Funktion, gefördert und geleitet haben.

Das Jägerbataillon 25 ist, als luftbeweglicher kleiner Verband, welcher zur Gänze aus Berufssoldatinnen und Berufssoldaten besteht, ein Verband mit speziellen Fähigkeiten. Dieser Verband ist dazu befähigt, seine Schlagkraft nach Luftlandung, nach Fallschirmabsprung oder auch im Gebirge zum Einsatz zu bringen.

Wir sind es gewohnt, nach Alarmierung, innerhalb kürzester Zeit in einem Einsatz zu stehen. Diese Flexibilität haben wir schon oft unter Beweis stellen können, zuletzt im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz Migration für hilfs- und schutzbedürftige Fremde.

Ich durfte mit diesem einzigartigen Bataillon viele Jahre, in verschiedensten Funktionen, durchleben. Darunter fielen mehrere Auslandseinsätze in Afghanistan und Kosovo, aber auch Einsätze im Inland. Während diesen Einsätzen wurde mir die Flexibilität, die Professionalität, die Selbstdisziplin und das zielorientierte Handeln, jeder und jedes einzelnen, erst richtig bewusst.

Die Soldatinnen und Soldaten unseres Bataillons sollten sich stets vergegenwärtigen, dass ein Verband nur funktioniert, wenn alle seine Angehörigen, unabhängig ihrer Funktion, gemeinsam sich aktiv an Problemlösungen beteiligen. Verschwenden Sie keine Energie in „geht nicht Erklärungen“, sondern bringen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit ein. Unsere Stärke ist es, auch unter widrigsten Begleitumständen, damit meine ich die derzeit noch bestehende Mangelwirtschaft, Aufträge zum Wohle der gesamten österreichischen Bevölkerung umzusetzen.

Die möglichen Einsatzaufgaben für unser Bataillon haben sich in den letzten Jahren komplett gewandelt. Das Einsatzspektrum umfasst nun, vor allem getrieben durch die Entwicklungen des vergangenen Jahres, weit komplexere, mögliche Aufgabenstellungen – Schlagwort „internationaler Terror“. Zukünftige Aufgaben fordern hohe Flexibilität, Teamfähigkeit und eine hohe Leistungsfähigkeit im körperlichen und mentalen Bereich.

Wir das Jägerbataillon 25, werden unser menschenmöglichstes dazu beitragen, um zukünftige Aufträge im Sinne unserer Vorgesetzten und zum Wohle der österreichischen Bevölkerung zu erfüllen. Überdies ist die Motivation vorhanden, um auch über das Jahr 2018 hinaus als Kaderverband einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit Österreichs und Europas erfüllen zu dürfen.

Gemäß unserem Leitspruch

„Mutig – Tapfer und Treu“

Oberstleutnant

Alexander Raszer

Die Schlacht bei Peterwardein (1716)

Zum 300. Mal jährt sich heuer die Schlacht von Peterwardein, dem heutigen Novi-Sad in Serbien. Diese historische Auseinandersetzung war der Auftakt zum 6. Österreichisch-Türkischen Krieg. Dieser war eine Folge der vorangegangenen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Habsburgern und dem Ottomanischen Reich, welche im Friedensvertrag von Karlowitz (26. Jänner 1699) vorübergehend ein Ende fanden.

Unterlegen im 5. Türkenkrieg (1683-1699) regelte der Vertrag von Karlowitz die Verdrängung der Türken hinter das Südufer der Donau, was der damalige Sultan Ahmed I. nicht akzeptieren wollte.

Dadurch wurde ganz Ungarn, Siebenbürgen und ein Großteil Kroatiens in die k.u.k Monarchie eingegliedert und markiert den Aufstieg Österreichs zur Großmacht.

1714: Venedig wird angegriffen
Im Dezember 1714 erklärt das Osmanische Reich, wegen angeblicher Handelsvergehen, den Venezianern den Krieg. Erst im Juni 1715 fanden dann auch die ersten Kampfhandlungen statt, die sich auf den Pelloponnes konzentrierten. Zahlenmässig hoffnungslos unterlegen rief die Lagunenstadt Österreich, mit Berufung auf die “Heilige Liga von 1684”, einem Bündnis der europäischen Länder gegen den osmanischen Aggressor, zu Hilfe.

Kaiser Karl der VI. zögerte jedoch. Zu schwer war seine Armee durch den Spanischen Erbfolgekrieg geschwächt. Erst als  Papst Clemens der XI. die nötigen Geldmittel zur Verfügung stellte, und einen Nichtangriffspakt mit dem Erzfeind Frankreich ausverhandelte, war die k.u.k Armee bereit sich aktiv an den Kampfhandlungen zu beteiligen.

Prinz Eugen von Savoyen und Mannschaftszahlen:
Hier von einem “Gleichgewicht der Kräfte” zu sprechen ist wohl realitätsfern. Die Osmanische Heerschar bestand aus über 150.000 Soldaten, dazu kamen  50.000 Gefolgsleute. Prinz Eugen hatte nur 70.000 Mann unter seinem Befehl. Hier einen Angriff zu führen würde keinem Strategen einfallen, außer er ist verwegen. Und genau diese Eigenschaft kam dem angriffslustigen Prinzen zu Gute….

5. August 1716. Angriff im Morgengrauen.
Nachdem Aufklärungsspitzen am 2. August die Sümpfe des südlichen Donauufers überschritten und den Raum um Peterwardein aufklärten wurden sie bereits in Gefechte mit türkischen Reitern verwickelt. Rasch zog die Hauptstreitmacht nach, und besetzte die Festung von Peterwardein, auf der die Flagge der Donaumonarchie wehte. Nach langer strategischer Analyse rieten die Stabsoffiziere dem streitbaren Prinzen er möge sich auf ein defensives Gefecht einrichten, da die Türken strategisch wichtige Anhöhen mit befestigten Stellungen in Besitz genommen hatten.

Doch Eugen von Savoyen ging aufs Ganze: Er befahl Alexander von Württemberg seine Truppen gegen die Artillerie des Gegners in Stellung zu bringen und Griff mit Infanterie das Türkische Heer frontal an. Durch das Nadelöhr der Festung gelang der Aufmarsch allerdings nicht im geplanten zeitlichen Rahmen, die k.u.k Truppen wurden wieder in die Festung zurückgedrängt.

Erst durch den heldenhaften Angriff der österreichischen Kavallerie auf die Flanke des Gegners  konnte der Feind eingekesselt werden.

Der kampferprobte Prinz führte todesmutig den entscheidenden Schlag gegen den Feind und konnte am 5. August um zwei Uhr nachmittags das Lager des Großvesir Pasha einnehmen.

 

Traditionstag des JgB25

Traditionstag des Jägerbataillons 25

Wir laden Sie herzlich ein mit uns in der KHEVENHÜLLERKASERNE in KLAGENFURT das 300 Jährige Jubiläum der Schlacht zu Peterwardein  zu feiern!

Am 9. September 2016 um 1030 Uhr

Nach dem Festakt erwartet Sie eine Waffenschau sowie eine dynamische Gefechtsvorführung des Kaderbataillons

EINTRITT FREI!!!

Für Speisen und Getränke wird gesorgt.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung

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