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25 in Moosburg

 

Am 22.September war Moosburg fest in der Hand der 25er Soldaten. Neben dem Traditionstag, der in einem militärischen Festakt gefeiert wurde, präsentierten sich die Klagenfurter Fallschirmjäger der Bevölkerung.

Ein militärischer Festakt ist an sich schon ein würdiges Unterfangen, mit der Kulisse der Schlosswiese in Moosburg im Hintergrund und vielen Besuchern war es diesmal bei schönstem Wetter direkt ein Genuss. Nicht nur dass ein Tapetenwechsel für solch eine würdige Veranstaltung immer von Vorteil ist, nein, vor allem die vielen Zaungäste die rund um die angetretene Truppe kiebitzten und die positive Stimmung, die an diesem Tag in der Luft lag, machten den straffen Ablauf kurzweilig. Der Bürgermeister der Gemeinde, Abgeordneter zum Kärntner Landtag Herbert Gaggl und unser Brigadekommandant fanden treffende Worte für die Leistungen des Jägerbataillons 25 in den letzten Jahren. Der Bataillonskommandant Oberstleutnant Alexander Raszer konnte auch offiziell melden, dass die in der vergangenen Zeit gestellten Aufträge fast zur Gänze erfüllt sind. Nach nicht einmal einer Stunde meldete der Kommandant der ausgerückten Truppe, Oberstleutnant Roland Stromberger die Beendigung des Festaktes und ließ zur Leistungsschau abrücken. An dieser Stelle sei auch der Militärmusik Salzburg gedankt, die nicht nur den Festakt würdig umrahmt hat, sondern gleich danach noch ein kurzes Platzkonzert gab.

Moosburg ist in, 25 ist in bei den Moosburgern. Dies kann man mit Fug und Recht behaupten, es kamen hunderte Schaulustige und sahen sich die Waffen und das moderne Gerät der Profisoldaten aus nächster Nähe an. Angreifen und mitmachen war das Motto, dazu noch ein gutes Gespräch, so verging der Nachmittag wie im Fluge. Höhepunkt waren wie immer das Fallschirmspringen und die Gefechtsvorführung „Sturm auf Moosburg“ der 2.Jägerkompanie.

Gedankt sei der Gemeinde Moosburg für die tolle Unterstützung, allen Besuchern für ihr Interesse, und vor allem aber den vielen arbeitenden Händen, die unkompliziert alles vorbereitet und wieder abgebaut haben. Im speziellen sollen diesmal die Soldaten der Stabskompanie erwähnt werden, die nicht immer im Rampenlicht stehen, aber durch ihre Arbeit unsere Kämpfer im besten Licht erscheinen lassen. Denn ein Fest ohne Speis und Trank und ein Abbau ohne unseren Versorgungszug sind schon fast undenkbar.

Zuletzt erfreute es uns ganz besonders, dass unsere deutschen Kameraden vom Panzerbataillon 104 aus Pfreimd die lange Anfahrt nicht scheuten und ihre Kameradschaft bewiesen. “s´mou gei“ (es muss gehen) wie sie sagen.

 

COOPSEC 2017

Vom 04.09. bis 15.09.17 fand am Truppenübungsplatz Allentsteig eine internationale Übung/Ausbildung mit Themen statt, die unmittelbar mit der aktuell brisanten Sicherheitslage der Europäischen Union zusammenhängen. Im Wesentlichen wurden Szenarien geübt, die im Zuge der aktuellen Flüchtlings- bzw. Migrationslage derzeit für europäische Streitkräfte u. a. relevant sind, nämlich Grenzraumüberwachung und Grenzkontrollmanagement.

Dabei wurden nicht nur Fähigkeiten und Fertigkeiten dargestellt und geübt, sondern vor allem versucht, die internationale Zusammenarbeit der teilnehmenden Staaten auf taktischer Ebene zu verbessern. Die Zentraleuropäische Verteidigungskooperation (engl. Central European Defence Cooperation, kurz CEDC) ist eine seit 2010 bestehende Kooperation der mitteleuropäischen Staaten Österreich, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Mit Truppen nahmen neben Österreich die Tschechische Republik (Kompaniestärke) und Ungarn (Zugsstärke) an diesem Vorhaben teil, die restlichen Nationen waren zumindest mit Beobachtern dabei. Führende Verbände im Rahmen der Teilnehmer des Bundesheeres waren das Jägerbataillon 19 aus Güssing (verstärkt durch die 2.JgKp/JgB25), das Jägerbataillon 33 aus Zwölfaxing, das Stabsbataillon 3 aus Mautern, das PiB3 aus Melk und das Aufklärungsbataillon 3 aus Mistelbach. Weitere bei der Übung/Ausbildung involvierte Dienststellen waren u.a. Sprachmittler des Sprachinstituts der Landesverteidigungsakademie, ABC-Abwehr-Kräfte und eine Kompanie des Kommandos Militärstreife und Militärpolizei (MP). Durchführender Verband war das Kommando Schnelle Einsätze (KSE; vormals 3.PzGrenBrig) mit dem Kommando in Mautern. Insgesamt nahmen rund 2.200 Soldaten des Bundesheeres und 160 Soldaten aus Ungarn und der Tschechischen Republik teil.

Das Szenario umfasste im Wesentlichen die Darstellung einer EU-Außengrenze, die nach Auslösung eines Joint Action Plans der CEDC-Staaten (infolge eines Anstiegs von Flüchtlingsbewegungen aufgrund eines Konflikts außerhalb der EU) durch das betroffene Grenzland in einem multinationalem Verband von Kräften nach einer kurzen Formierungs- und Ausbildungs- bzw. Übungsphase geschützt werden soll. Als wesentliche Leistung sollten illegale Grenzübertritte verhindert und damit der Vollzug des internationalen Rechts sichergestellt werden.

In der ersten Übungswoche wurde die Übung „ACTIVE PROTECTOR 17“ ohne Beteiligung der 25er mit den Themen Kontrollpunkt, Verhalten bei Fund von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen sowie Grenzmanagement durchgeführt.

Die 2.Kompanie unseres Bataillons bildete das Kernelement der zweiten Woche, die als Ausbildungsphase im Wesentlichen die Durchführung von Maßnahmen der Grenzraumüberwachung mit Darstellung des Kräfteeinsatzes im Rahmen der Sicherung eines fiktiven Abschnitts der EU-Außengrenze beinhaltete, wobei die Kräfte an einem Grenzübergang dargestellt wurden. Unsere 2.Kompanie wurde als führende Kompanie zur Abwicklung des Grenzkontrollmanagements am fiktiven Grenzübergang „WILDINGS“ eingesetzt. Das Thema Grenzraumüberwachung und Pionierunterstützung bei der infrastrukturellen Verstärkung von Infrastruktur im Bereich von Grenzübergängen bildete den zweiten Teil der gemeinsamen Ausbildung beim „Camp Mannshalm“.

Die Kompanie wurde in zwei Züge gegliedert (Der KU-Zg wurde aufgeteilt) und durch einen ungarischen Zug des 88.gemischt/leichten luftlandefähigen Infanteriebataillons aus Szolnok verstärkt, welcher als erster Zug direkt am Grenzübergang in direkter Zusammenarbeit mit der MP zur Kontrolle und Registrierung von Personen eingesetzt war, die diesen zu Fuß grundsätzlich zur Antragstellung auf Asyl überqueren wollten.

Der zweite Zug stellte die innere Ordnung im Bereich des Grenzkontrollmanagements (Unterstützung nach der Registrierung durch die MP, bei sanitätsdienstlicher und verpflegsmäßiger Versorgung sowie durch Organisation von Kontingenten für den Weitertransport) und die Unterstützung des Regelgrenzverkehrs sicher.

Der dritte Zug bildete die Eingreifkraft (engl. Quick Reaction Force, QRF)

Neben der Dislokation des ungarischen Zuges direkt am Grenzübergang bezog sich eine weitere Vorgabe der Übungsleitung auf die Adjustierung: Für das gesamte Ausbildungsvorhaben durfte die Crowd and Riot Control (CRC)-Ausrüstung nicht verwendet werden. Bei der Bewaffnung war mit Faustfeuerwaffen das Auslangen zu finden. Das Schwergewicht dieser Ausbildung sollte demnach die Anwendung von Grenzmanagementmaßnahmen im unteren Bereich der Bedrohungs- und Eskalationslevels bilden. Natürlich wurde im Verlauf der Ausbildung durch die Übungsleitung auch das Verhalten der Darsteller (Roleplayer) der hilfs- und schutzbedürftigen Fremden (hsF, dargestellt durch Kader und Grundwehrdienern in einer Gesamtstärke von rund 800 Personen) so gesteuert, dass der Einsatz von CRC-Ausrüstung zur Durchsetzung des Auftrages bzw. zur Sicherstellung des Truppenschutzes nicht zwingend notwendig war.

Höhepunkt des Ausbildungsvorhabens war schließlich eine Vorführung an beiden Ausbildungsorten mit klarem Schwergewicht beim Grenzübergang Wildings für die Beobachter der CEDC-Staaten unter der Leitung unseres Herrn Ministers sowie zahlreicher Vertreter der Medien und Presse am Freitag.

Fazit:

Für den Einsatz der Kräfte für das Grenzmanagement wurde das Szenario des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes 2015/16 am Grenzübergang Spielfeld herangezogen, wo unser Bataillon genauso wie am Grenzübergang in Nickelsdorf bei der Abwicklung der Durchsuchung, Registrierung und Versorgung von hsF Erfahrung sammelte und die Abläufe auch wesentlich geprägt hatte. Das erworbene Know How unserer 2.Kompanie wurde also ganz bewusst auch in dieses Übungs- und Ausbildungsvorhaben miteinbezogen. Trotzdem war die Zusammenarbeit mit den ungarischen Kräften interessant, wenn auch eine multinationale Kooperation auf der Einheitsebene international eher unüblich ist.

Fit ins Gebirge

Nach einer Phase rein militärischer Ausbildung war es endlich wieder einmal soweit: Vom 10. bis 15.Juli hieß es für die 1. Kompanie ab nach Lienz in die Haspinger Kaserne, um in den Lienzer Dolomiten die Truppengebirgsausbildung durchzuführen.

Die Woche diente vorwiegend dazu, den Soldaten Grundkenntnisse der Gebirgsausbildung näherzubringen. Die Verwendung der Ausrüstung und des Gerätes und das selbstständige und sichere Handeln im alpinen Gelände gehören auch dazu.

Die Ausbildung startete am Dienstag mit folgenden Themen:

Erster Abschnitt, durchgeführt von unseren Fernmeldeunteroffizier und Heeresbergführer Offiziersstellvertreter Werner Petutschnig, war die Knotenkunde und das Anseilen, um die Voraussetzungen für die Anwendung bei den Märschen und Klettertouren zu schaffen.

Danach ging es weiter mit einer Stationsausbildung. Die Stationen Selbst- und Kameradenhilfe, Abseilen, Klettertechnik, Toprope-Klettern und Begehen von Sicherungsanlagen waren interessant. Die Trittsicherheit für die folgenden Tourentage wurde so geschaffen.

Kurzer starker Regen am Dienstag machte es nicht gerade leichter für die Soldaten, da der Fels sehr rutschig wurde. Das beeinflusste aber nicht die Moral der Soldaten. Außerdem muss sich ein 25er bei jeder Witterung im alpinen Gelände bewegen können.

Am Mittwoch ging es dann in die Lienzer Dolomiten.

Unser Ausgangspunkt war der Parkplatz der Dolomitenhütte, von dort aus marschierten wir über den Rudl-Eller-Weg zur Karlsbader Hütte. Dieser beinhaltet auch einen kurzen Kletterabschnitt über einen Felsgrat, der durch ein alpines Vorkommando abgesichert wurde und so Manchem einiges an Überwindung abverlangte. In der Hütte angekommen gab es eine wohlverdiente Rast bevor es wieder runter ging zu den Fahrzeugen.

Donnerstags war unser Ziel der Rote Turm mit 2700 Meter Seehöhe einer der markantesten Gipfel im Gebiet. Ausgangspunkt war diesmal die Karlsbader Hütte. Von dort ging es über den Schmittkamin im dritten Schwierigkeitsgrad zum Gipfel. Die Route wurde durch das Vorkommando mit einem Seilgeländer abgesichert, um die Soldaten so sicher wie möglich nach oben zu bekommen. Die Absturzgefahr war nicht so hoch in dieser Route, die Gefahr kam von oben. Gemeint ist der Steinschlag, doch auch davon ließen sich die Soldaten nicht

unterkriegen und kletterten bis auf den Gipfel

weiter. Der Aufstieg wurde mit einer gewaltigen Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler belohnt. Nach kurzer Rast beim Gipfelkreuz ging es auch schon wieder runter.  Die Soldaten wurden die ersten Meter abgeseilt, der Rest wurde über das Seilgeländer abgeklettert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mancher an seine Grenzen gestoßen ist, wobei andere noch weit davon entfernt waren. Der eine oder andere überlegt nun sich selbst, eine Kletterausrüstung zuzulegen um privat ein paar Gipfel erklimmen zu können. Die Fertigkeiten wurden uns ja vermittelt. So konnte neben dem militärischen Aspekt der Alpinausbildung vielleicht noch der eine oder andere für den Bergsport begeistert werden und als zusätzlicher Ausbildungserfolg verbucht werden.

Heeresgebirgsausbilder Wachtmeister Manuel Pichler

Fotos: 1.Kompanie

Freifall Sprungkurs

Die Ausbildung zum manuellen Militärfallschirmspringer gliedert sich in vier Ausbildungsabschnitte, beginnend mit dem Windtunnel gefolgt von der MFF (Military Freefall) Ausbildung danach Festigung des Freifalls und der Schirmfahrt und als Abschluss Sprünge unter Einsatzbedingungen.

In der Zeit von 06.06.17 bis 07.07.17 fand beim Jagdkommando in Wiener Neustadt der Militärfreifallkurs Abschnitt Eins bis Drei statt. Drei Soldaten des Jägerbataillons 25 nahmen an diesem Kurs Teil. Im wesentlichen geht es in den ersten drei Ausbildungsabschnitten zum manuellen Militärfallschirmspringer um das überleben in der Luft.

In der ersten Kurswoche wurden, im Windtunnel in Wien, die Vorraussetzungen für den ersten Sprung geschaffen. Das Gefühl des freien Falls wird vermittelt sowie das gesamte Freifallprogramm von Level eins, also dem ersten Sprung, durchgeübt.

Die zweite Woche begann mit dem zweiten Abschnitt MFF(Military Frefall) Ausbildung analog zur zivilen AFF (Accelerated Freefall) Fallschirmsprungausbildung. Beginnend mit Level eins (zwei Lehrer beim Schüler) mussten diverse Aufgaben ausgeführt werden, die Schwierigkeit steigerte sich dann bis Level 8, wo die Schüler bereits den ersten Prüfungssprung absolvieren mussten um ohne Lehrer springen zu dürfen. In den sieben Leveln müssen bereits Links- und Rechtsdrehungen, Drehungen um die Längsachse sowie Vorwärts- und Rückwärtssalto erlernt und danach fehlerfrei ausgeführt werden. Bei Level acht wird dies Überprüft und wiederum mittels Video dokumentiert.

Ab Level acht ist der zivile Sprungschüler alleine und springt bis er 28 Sprünge absolviert hat um dann zur Prüfung antreten zu dürfen. Beim Militär beginnt hier der dritte Ausbildungsabschnitt, Festigung von Freifall und Schirmfahrt.

Jeder weitere Sprung wird gebrieft, weiterhin mit einem Lehrer durchgeführt und mittels Video dokumentiert. Hauptaugenmerk liegt am stabilen Abgang aus dem Luftfahrzeug dem Freifallprogramm, welches durch den Sprunglehrer vorgegeben wird, der Schirmfahrt und der Landung im Zielkreis. Der stabile Abgang ist besonders wichtig für das Gepäckspringen und in weiterer Folge um einen Gleiteinsatz aus großer Höhe durchführen zu können, da hier mit minimaler Verzögerung der Fallschirm geöffnet werden muss. Bei der Schirmfahrt werden militärische Flug und Landeverfahren, wie z.B. das Staffeln und das exakte Nachfliegen, geübt.

Als Abschluss der ersten drei Abschnitte musste ein schriftlicher Test mit Inhalten wie Erste Hilfe, Luftfahrtrecht, Materialkunde und Aerodynamik sowie ein Prüfungsgespäch vor einer Kommission und eine Packprüfung absolviert werden und natürlich der Prüfungssprung mit Landung im Schotterkreis.

Das eigentliche Ziel dieses Kurses muss aber noch im vierten Abschnitt, welcher von 21.08.17 bis 08.09.17 stattfindet, erlernt werden. Als Absetzluftfahrzeuge finden sich die C-130 Hercules, S-70 Black Hawk, AB-212 sowie die PC6 Pilatus Porter. Ziel der gesamten Ausbildung ist ein Absprung mit Waffe und Großgepäck, bei Nacht, auf eine unbekannte Außenlandezone in der Größe von 100m x 100m.

VDB zu Besuch

Der Oberbefehlshaber des Bundesheers gab sich die Ehre, der 7. Jägerbrigade einen Besuch abzustatten.

Gegen Mittag landete der Bundespräsident in einem “Blackhawk” Hubschrauber. Ob dieser den Rufnamen “Air Force One” trug ist nicht übermittelt. Nach kurzer Begrüßung durch Landeshauptmann, Militärkommandant und dem Kommandanten der 7. Jägerbrigade ging es schon in medias res.

Zuerst präsentierte sich die 7. Brigade mit all ihren nachgeordneten Einheiten von der besten Seite: Waffen, Gerät und Soldaten. Der Kommandant des Jägerbataillons 25, Oberstleutnant Alexander Raszer, führte unseren Bundespräsidenten durch die Khevenhüller-Kaserne wo schweres Gerät zu bestaunen war.

Höhepunkt war dann die dynamische Gefechtsvorführung in der sogar Fallschirmjäger mit Gleitschirmen zum Einsatz kamen. Das Szenario war eine Evakuierungs Aktion aus einem Krisengebiet. Neben einer Registrierungsstelle und einer Gefechtseinlage in der buchstäblich der “Rauch aufging” zogen die Klagenfurter Fallschirmjäger alle Register ihres infantristischen Könnens.

Es kamen neben Pandur Radpanzern auch Drohnen, Hubschrauber und Scharfschützen zum Einsatz. Unser Oberbefehlshaber konnte das Geschehen von einem extra dafür errichteten Podest beobachten, so konnte er den Überblick behalten. Im Rahmen der Vorführung übergab Oberstleutnant Raszer ihm einen Rucksack mit dem begehrten Abzeichen der 25er als Geschenk. Dr. Van der Bellen gab diesen nicht mehr aus der Hand sondern trug ihn für den Rest der Veranstaltung stolz am Rücken.

Das dicht gedrängte Programm fand dann bei einem “meet and greet” in der Cafetaria, wo der Herr BundesBundespräsident seinen Nachmittagskaffee im Kreise der Klagenfurter Kadersoldaten genoss, einen würdigen Abschluß.

Bundespräsident Van der Bellen kommentierte die Vorführung der 25er mit “… ich bin Beeindruckt. Nein, ich bin wirklich beeindruckt!”

Girls Camp 2017

Diese Frauen hatten Power!

Man nehme junge interessierte Frauen, engagierte Soldaten, eine Top-Location und jeweils einen Schuss Kameradschaft und Action. Drei Tage gut durchmischen die Zutaten interagieren lassen und am Ende bekommt man … ein Girls´ Camp?

Auf Initiative des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung führt das Bundesheer mit Federführung beim Heerespersonalamt 2017 vier Girls´ Camps durch. Uns Klagenfurter Fallschirmjägern war der Sommertermin vom 7.-9.Juli zugeteilt. Insgesamt 47 Frauen traten den „Dienst mit der Waffe“ pünktlich am Freitag um 1300 Uhr an.

Vorweg muss man eines zugeben, obwohl wir mittlerweile Frauen beim Jägerbataillon 25 gewohnt sind, sie integriert sind und ihre Aufgaben gut meistern, ein bisschen Unsicherheit gibt’s da schon wenn auf einmal 47 Frauen dastehen, sich etwas erwarten. Planen können wir ja, eine aus unserer Sicht interessante (und vor allem einsatzorientierte) Ausbildung gestalten, aber was wird da auf der gegenüberliegenden Seite ankommen? Wird es zu hart oder etwa zu langweilig? Schaffen wir es unsere Sprache anzupassen und eine realistisches Bild vom Soldatenberuf, im speziellen vom Infanteristen zu zeichnen? Von „zart bis hart“ gingen die Diskussionen während der Konzepterstellung im Planungsteam der 2.Jägerkompanie und dem Bataillonskommando. Was kann alles passieren, immerhin ist das Medieninteresse groß und man will den Geschmack der Besucherinnen treffen.

Naja, einfach mal ein Menü kreieren, vom Aperitif, der Vorspeise am Freitag, dem Hauptgang am Samstag und der Nachspeise am Sonntag. Aperitif? Eine kurze Einweisung in den Ablauf und der notwendigen Einkleidung der Damen und schon ging´s zur Waffenschau. Alle Elemente und Spezialisten der Luftlandejäger präsentierten ihren Bereich, eine Grundausbildung im Exerzierdienst und Waffen- und Schießdienst muss als Vorbereitung für den Folgetag dabei sein. Jaja, Exerzierdienst war eine der zentralen Forderungen aus dem Vorjahr, genauso wie Zeitdruck und körperliche Belastung! Als Vorspeise servierte die 2.Kompanie nach der Verlegung und dem Aufbau des Zeltlagers auf dem Truppenübungsplatz Marwiesen eine Schießvorführung der Waffen (bis hin zum überschweren Maschinengewehr und Panzerabwehrrohr), einzeln und im Rahmen eines Gruppengefechtsschießens/Nacht. Garniert wurde der Tag mit der abschließenden Nachtlehrvorführung bis ca. 2300 Uhr, sodass sowohl Soldat als auch Frau sich müde aber erwartungsvoll zur verdienten Nachtruhe begaben.

Samstag, 0600 Uhr: TAAAAAAAGWACHE, quasi die Einleitung zum Hauptgang. Zur Anregung des Kreislaufes gleich der Morgensport, sodass das anschließende Frühstück umso mehr schmeckt. Danach Ausbildung bei vier Stationen. Auftrag an alle Durchführenden war, den Damen etwas fürs Leben mit zu geben, was gelehrt wird muss persönlich verwertbar sein:

Erstens gesicherter motorisierter Marsch, Teamwork als Schlagwort. die Soldaten und die Frauen hatten gemeinsam einfache Gefechtssituationen in der Gruppe zu meistern. wo bin ich, wo ist mein Nachbar, wo vor allem der Feind, wie können wir ihn überwältigen. Nicht lang gefackelt, „rein in den Sterz“.

Zweitens Mutprobe, Überwinden der eigenen Angst. Eine kleine Kletterei und dann 40 Meter über Grund hängend den Flying Fox wieder hinunter. Überrascht waren wir von der Lässigkeit mit der fast alle diese Herausforderung gemeistert haben.

Drittens Gefechtsparcours Pistole und Sturmgewehr, schnelle Entscheidungen unter Belastung und Zeitdruck. Der Parcours bestand aus Hindernissen und Scheiben, welche gefährliche-, aber auch harmlose Gegenüber zeigten. Die Zeit wurde gemessen und Schüsse auf die falschen (weil unbewaffneten) Scheiben mit Strafzeiten belegt. Man konnte die Entwicklung jeder Teilnehmerin entlang des Parcours mitverfolgen. „Liebevolles“ Detail am Rande war das zehn Meter Matsch-Hindernis, das teilweise sogar die Haare bis zur Hälfte verkrustete.

Als viertes ein Blick hinters Schild, Crowd-and-Riot-Control, Ordnungseinsatz. Nach dieser Station war allen Frauen klar, dass so manches Video das man im Internet findet, nicht die Wahrheit solcher Ordnungseinsätze zeigt. Kurze Ausbildung in den Grundtechniken, dann gleich die Kampfbahn. Gegner waren die Soldaten, die sich so manches einfallen ließen für ihre weiblichen Gegenüber hinter den Schildern. Eine Kurzeinweisung über Pfeffersprays rundete diese Station ab.

Nach dem Hauptgang eine kurze Nachbereitung und dann wurde das gemacht, was auch zum Soldatenberuf gehört, eine kameradschaftliche Grillerei.

Die Nachspeise am Sonntag begann selbstverständlich mit Sport, danach wurden die Zelte abgebaut und die Marschbereitschaft hergestellt. In der Khevenhüllerkaserne bekamen die Teilnehmerinnen ihre verdiente Urkunde vom Heerespersonalamt. Das „Abrüsten“ ging schnell von statten und so entließen wir die Girls wieder in die „Freiheit“.

Resümierend stellen wir fest:

Das Interesse und Engagement der Teilnehmerinnen war hoch, am Freitag ist gleich am Anfang der Funken übergesprungen. Die Soldaten waren dadurch motiviert und es ergab sich dadurch ein tolles Miteinander. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren durchwegs positiv und damit dürfen wir getrost sagen: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut, auf ein baldiges Wiedersehen.

Wir sind 5Kampf Meister

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Bereichsmeisterschaft war es an der Zeit, für die Fünfkampfmannschaft der 2.Kompanie an den Heeresmeisterschaften in Wiener Neustadt teilzunehmen. Mit minimaler Vorbereitung, direkt von der gemeinsamen Übung „Gazelle“ mit dem Jagdkommando kommend, traten wir unsere Reise in das österreichische Fünfkampf-Mekka an.

Am ersten Tag lag unser Fokus auf der Besichtigung der Wettkampfstätten am Gelände der altehrwürdigen Theresianischen Militärakademie. Nach Anblick der Hindernisbahn schlugen unsere Fünfkämpferherzen höher: Nagelneue Tartanbahn, in nationalfarben gehaltener Anstrich der Hindernisse und einwandfreie Antirutschbeschichtung an den Mauern ließen auf schnelle Zeiten hoffen. Wir nutzten die freie Bahn für eine kurze Technikeinheit um uns an die Gegebenheiten der hiesigen Bahn zu gewöhnen.

Mit unseren 16 Handgranatenwurfkörpern bewaffnet machten wir uns auf den Weg zur Handgranatenwurfanlage wo bereits andere Teams übten. Nach kurzer Observation der Konkurrenz sprach ein Teammitglied unser aller Gedanken aus: “ Burschen, des wird net anfoch!“. Nach einigen Trainingswürfen welche nicht optimal verliefen fragten wir uns, ob der Erfolg (2.Platz) bei den Bereichsmeisterschaften vielleicht doch nur Glück war.

Mit dem Ausfassen der Munition und dem Überprüfen der Waffen begann für uns die Konzentrationsphase, welche beim Schießbewerb entscheidend ist. An der Startlinie der 200m Strecke zum zuvor zugewiesenen Schießstand stieg allmählich die Anspannung, doch mit dem Startsignal des Schiedsrichters verflog die Aufregung und wir starteten in den Wettkampf. Alle Teammitglieder haben ihre zehn Schuss in der vorgegeben Zeit erfolgreich ins Ziel gebracht. Mit einem Schnitt von 87,5 Ringen stand fest es war ein guter Bewerb. Wir fanden uns überraschend an der Spitze des Klassements wieder.

Mit dem Wissen, dass unsere stärkste Disziplin, die Hindernisbahn vor uns liegt, starteten wir mit Zuversicht ins Aufwärmprogramm. Das Hauptaugenmerk lag auf dem fehlerfreien absolvieren des Kurses, um nicht den vorab gewonnen Vorsprung einzubüßen. Wir konnten unsere Erwartungen mit einer neuen Teambestzeit von 2:02,49 erfüllen. In der Unterkunft angekommen sahen wir die Ergebnisliste der zwei abgeschlossenen Bewerbe, welche wir mit 70 Punkten Vorsprung anführten. Da wurde uns klar, dass wir mit unserer Führung keine schlechten Chancen auf den Titel haben.

Nach dem 200m Staffel Schwimmbewerb am nächsten Tag wurde unsere schlimmste Befürchtung war: Die Führung war weg. Unsere erfahrungsgemäß schwächste Disziplin sollte auch diese bleiben. Gefühlt dem Ertrinkungstod entkommen, trotteten wir mit gesenkten Häuptern zurück in unser Zimmer, wo uns unser Kommandant ermutigte :,,Ge Männer es is noch nix verloren.“

Als nächstes am Programm der Handgranaten Ziel- und Weitwurf. Nach ein paar miserablen Aufwärmwürfen zweifelten wir daran, ob das gute Ergebnis der Bereichsmeisterschaft wiederholbar wäre. Am Start beobachteten wir die Konkurrenz bei ihren Wertungswürfen. Die Teams des Militärkommandos Niederösterreich 1 und 3 hatten mit beeindruckenden Wurfleistungen vorgelegt. Nun war klar, wir mussten ebenfalls eine enorme Leistung abliefern, denn diese beiden Teams waren unsere erbittertsten Konkurrenten und nur an ihnen würde der Sieg vorbeiführen. Ein mit Instruktionen bespieltes Tonband gab unserem ersten Werfer das Kommando für den Start. Die ersten drei Werfer versenkten all ihre Granaten in den 20,25und 30m Ringen. Bisher eine absolut unerwartet solide Leistung. Doch jetzt kam der letzte, alles entscheidende Ring. Würden wir unseren Rückstand  vom Schwimmen aufholen können?

Unser letzter Werfer trat an den Start. Die ersten zwei Granaten landeten im inneren Ring. Die dritte berührte den inneren Ring was aber dennoch als innerer Treffer zählte. Als die vierte Granate den inneren Ring nur knapp verfehlte und im Äußeren landete, konnte sich selbst unser sonst so ruhiger Mannschaftsführer einen freudigen Aufschrei nicht verkneifen. Keine andere Mannschaft schaffte es, alle Granaten in die Ringe zu treffen. Was uns stolz machte. Bei der letzten Hürde des Bewerbes, dem Weitwerfen hieß es, ja nicht außerhalb des markierten Bereiches zu werfen da sonst der Wurf ungültig wäre und infolgedessen das gute Wurfergebnis zunichte gemacht worden wäre, was um Haaresbreite passierte. Mit diesem hervorragenden Werfen waren wir uns sicher eine gute Ausgangsposition erarbeitet zu haben. Die Ergebnisliste bestätigte das.

Vor dem Laufbewerb, welcher in der Gundersen-Methode startet, hatten wir einen großzügigen Vorsprung von 18 Sekunden. Dennoch wussten wir alle ganz genau, wir werden uns alles abringen müssen und eine Topleistung brauchen, um uns den Sieg zu holen. Jeder Einzelne war nervös, einerseits weil das alles entscheidende Finale vor uns stand und andererseits weil wir wussten, der 1000m Lauf wird uns alles abverlangen und äußerst schmerzhaft werden. Diese Aussicht versetzte uns nicht gerade in Jubelstimmung, doch den anderen Teams würde es ja  auch nicht anders ergehen. Mit einem flauen Gefühl im Magen starteten wir das Aufwärmen um für diese kurze, aber intensive Distanz auf ‚‘ Betriebstemperatur“ zu sein….

0920 Uhr, ein letztes Briefing des Wettkampfleiters.

0925 Uhr, die Nervosität stieg ins unermessliche, jedoch konnte man sich mit dem Gedanken „Jetzt drei Minuten quälen, dann ist alles vorbei“, halbwegs beruhigen.

0930 Uhr,der Startschuss ertönte und unser erster Läufer sprintet aus dem Starttor.

Nach wenigen hundert Metern verschwand er von der terracotta-farbenen Tartanbahn auf die bewaldete Strecke des Akademieparks. Zwei Minuten später war er nun wieder für alle sichtbar und auf den letzten 300 Metern kämpfend, was aber jeder machen muss, will er eine Topzeit laufen. Abgekämpft erfolgt die Übergabe an Läufer Nr.2, welcher dem Läufer des Militärkommando Niederösterreich 3 noch weitere Sekunden abknüpfen konnte. Völlig erschöpft schickte er Läufer Nr.3 ins Rennen, welcher ebenfalls den Vorsprung etwas ausbauen konnte und dem 4. und letzten Läufer in die Runde schickte. Wir wussten, nur noch ein Sturz oder eine Verletzung konnte unseren Triumph vereiteln. Was jedoch Gott sei Dank ausblieb und wir beim Zieleinlauf des letzten Läufers röchelnd feierten… .

Müde und erleichtert nahmen wir nach langem und heißem Antreten unseren Pokal entgegen und traten die Heimreise nach Klagenfurt in freudiger Erwartung eines wohl verdienten Tages Sonderurlaub an.

Das Team

Bilder: Militärkommando NÖ

Bild:

Das Siegerteam aus der 2. Kompanie

Logistik on Top!

Was heißt Logistik auf Bataillonsebene für die Operational Reserve Force im Kosovo?

20 Monate Planungsphase, Erkundungen und Absprachen im Kosovo, einige Workshops und Besprechungen, Aufmarschplanung  in Varianten über 1200 Kilometer Luftlinie. Übernahme von dutzenden Fahrzeugen und Gerät aus ganz Österreich. Damit einhergehend vier Monate Dauerbeanspruchung  (Dezember 2016-März 2017) der Versorgungsgruppen der Kompanien aufgrund der Geräteübernahmen. Über 150 Lenkberechtigungen (in drei Wochen) für deutsche Fahrzeuge ausbilden. Unzählige Fahrkurse innerhalb Österreichs um die Beweglichkeit auf den verschiedenen Fahrzeugtypen sicherzustellen. Ausbildung der Sanitäter auf den deutschen Systemen und Fahrzeugen sowie umgekehrt Ausbildung der deutschen auf österreichischem Gerät. …

Was heißt Logistik auf Bataillonsebene für eine Volltruppenübung mit ca. 800 Soldaten? 

Marsch über ca. 1000 Kilometer von Österreich (mit Masse Klagenfurt) zum Gefechtsübungszentrum Heer im Norden Magdeburgs.

199 Fahrzeuge auf Eisenbahn verladen, 6 Züge, 121 Waggone mit 3.320 Tonnen und 2,3 Kilometer Gesamtlänge. 12 Busse lediglich für die Kerntruppe (Gesamtstärke der österreichischen Übungs- und Leitungstruppe über 800 Mann).

Organisation von über 40.000 Teiltagesportionen Essen, Unterbringung von 800 Soldaten in 112 Zelten und 6 verschiedenen Gebäuden und die Sicherstellung der entsprechenden  Arbeitsplätze wie zum Beispiel Gefechtsstände. Nicht zu vergessen die Sicherstellung der Toiletten und Hygieneeinrichtungen, sowie die Abfallbewirtschaftung und die Bestimmungen des Umweltschutzes. Auch will der Soldat wenigstens einmal seine Bekleidung gewaschen wissen (internationale Vergebührung und Verrechnung).

6 Tonnen Munition inklusive Lagermöglichkeiten.

Einsatz eines Tankwagens mit 15.000 Liter Fassungsvolumen zur fortwährenden Betriebsmittelversorgung und Routex Karten, mit denen an zivilen Tankstellen getankt werden kann.

Im Personalwesen vordringlich die Einflechtung der Fülltruppe und Unterstützungsteile.

Organisation der Versorgung der Truppe im Gefecht mit Munition, Betriebsmitteln, Verpflegung und vor allem die sanitätsdienstliche Versorgung ( 5 Ärzte, 17 San-Fahrzeuge, Rettungsstation (deutsch) und Feldsanitätsstation (österreichisch) ) während der zwei dreitägigen Übungsphasen. Unter Berücksichtigung der internationalen Bestimmungen und Fusion zweier Arbeitsweisen und drei verschiedenen IT-Systemen. Die Bergung von Fahrzeugen aller Art muss sichergestellt werden. Mögliche Kriegsgefangene müssen gemäß den internationalen Verträgen behandelt und verbracht werden.

Und dann einmal Rückorganisation nach Österreich.

We make it happen!

Wir, die Logistik!

ANGRIFF!

Der Zugskommandant nimmts persönlich. Nämlich die Führung. Vor Ort führt er seine Soldaten zum Sieg

Angriff ist die einzige Methode, um ein Gefecht, eine Schlacht oder auch einen Krieg zur Entscheidung zu bringen. Dabei geht es um Dynamik, Koordination, physische und psychische Überlegenheit, kurz darum, dem Gegner den eigenen Willen aufzuzwingen. Warum auch immer zum Angriff übergegangen wird, sei es um das eigene Staatsgebiet zu schützen oder aus anderen politischen oder militärischen Gründen ist unerheblich. Verteidigung, Verzögerung und Schutz sind reaktiv und somit wird dem Gegner das Heft des Handelns in die Hand gegeben.

Die neuen Informationsübertragungssysteme und Wirkmittel zwingen mittlerweile Gruppen- und Zugskommandanten dazu, zusätzlich zur Führung der eigenen Soldaten eben diese Wirkmittel ins Ziel bringen zu können. Damit werden die eigenen Ausfälle minimiert und Leben geschont.

In den Einsätzen der letzten Jahre haben sich außerdem neue Standardverfahren entwickelt, die vor allem die jüngeren Gruppenkommandanten anwenden. Die Prinzipien des gefechtstechnischen Verhaltens haben sich aber nicht verändert. Steilfeuer, Maschinengewehr und Handgranate zwingen zu vergrößerten Abständen.

Die Wucht und Konzentration des Stoßes oder Sturmes darf nicht mit wirkungsloser und schutzloser Zusammenballung von Soldaten in deckungslosem Gelände verwechselt werden, der Wald nicht mit dem Ortskampf. Wegedrill ist keine Form des Angriffes, nur der Kompromiss, wenn man im verminten Gelände keine wirksamere Gefechtsform einnehmen kann.

Oder auch als letzte, jedem vertraute Form der Koordinierung von Feuer und Bewegung.

Die Besonderheit beim Jägerbataillon 25 ist, dass Angriff das Schwergewicht aller Verfahren zur Sicherstellung des Einsatzes bildet. Warum? Ganz einfach. Eine Luftlandung an sich ist ein offensiver Akt, auch wenn nur Gelände in Besitz genommen wird und man des Gegners Kräfte bindet. Wie nimmt man Gelände in Besitz? Die Antwort ist nicht „Marsch“! Außerdem ist das überraschende Anlanden von Fallschirmjägern ein psychologisch nicht zu unterschätzendes Momentum, ein Projizieren von technischer und taktischer Überlegenheit. Ein immer stärker werdendes Argument für den Einsatz von Luftlandetruppen ist aber auch die subversive Lage, das mögliche innerstaatliche Chaos, das zu beherrschen ein Husarenstück ist. In dieser Lage müssen Rückzugsräume für terroristische Kräfte aufgeklärt und mit chirurgischer Präzision ausgeschaltet werden.

Die Kräfte in Österreich sind schnell ausgespielt, ein professioneller Luftlandeverband kann rasch über hunderte Kilometer zum Einsatz gebracht werden und bis zu kompaniestarke Kräfte im Verbund mit den modernen Wirkmitteln der Aufklärung, Kampfunterstützung und Luft-Bodensystemen vernichten oder zumindest zur Aufgabe der Basis zwingen. Das geht nur durch Angriff.

Fallschirmspringen

Stützpunkt Saalfelden, 20.Februar bis 3.März.

Zehn Springer vom Jägerbataillon 25  unter der Führung des Kommandogruppenkommandanten der 2.Kompanie.

Internationale Beteiligung von der Luftlandebrigade 1 Saarlouis und Sondereinsatzkräfte der Deutschen Bundeswehr sowie die Sondereinheit der Polizei COBRA.

Führung durch das Jagdkommando in bewährter Art und Weise.

Das Freifallseminar Gebirge ist der Höhepunkt der militärischen Fallschirmspringerausbildung. Die Voraussetzung dafür ist die Einsatzsprungtauglichkeit. Diese beinhaltet mindestens 20 manuelle Sprünge in zwei Jahren, Automatensprünge  und drei Gepäcksprünge in unterschiedlichen Öffnungshöhen bei Tag und bei Nacht. Wer diese Kriterien erfüllt, darf sich der Herausforderung des Fallschirmspringens im hochalpinen Gelände stellen.

Beim Gebirgsspringen kommen zu den normalen Herausforderungen des Springens insbesondere folgende Kriterien dazu: kleine Landezonen mit schwieriger Bodenbeschaffenheit, vor allem aber die schwierigen, unvorhersehbaren Windverhältnisse beim Landeanflug erfordern höchste Konzentration, Erfahrung und blitzartige Entscheidungen. Jeder Fehler kann verheerende Folgen haben, die Felswand und die Lawine schont den Springer nicht.

Gesprungen wurde aus den Hubschraubern Black Hawk und AB212, die Piloten leisteten wie gewohnt Außergewöhnliches unter schwierigen Bedingungen. Es wurden ca. 30 Sprünge verletzungsfrei absolviert. Dies spricht für die Qualität aller Springer und auch für die alpine Erfahrung, denn es muss auch die Aufnahmezone, vollbepackt mit Schirm und Gepäck sicher erreicht werden.

In diesem Fall:

Glück ab gut Tal