Manaslu Expedition – Gipfelsieg

Der Manaslu ist mit 8163 m der achthöchste Berg der Welt und wurde am 9. Mai 1956 von einer japanischen Expedition erstbestiegen. Das Niederländische Königliche Marinekorps führte im April und Mai 2016 eine internationale militärische Expedition durch, um zum 60. Jubiläum eine Besteigung zu schaffen. Mit dabei Oberleutnant Gerald Schumer vom Jägerbataillon 25, der von den Niederländern eingeladen wurde.

Vorgeschichte:

Ende 2014 wurde im Bundesheer erhoben, ob es Heeresbergführer gibt, die an einer Vorbereitung für eben diese Expedition teilnehmen wollen. Von den über 20 Gemeldeten wurden zwei junge Offiziere zur Vorbereitung in die Schweiz entsandt. Ziel: Besteigung aller 48 4000er der Schweiz. Einen wesentlichen Teil dazu konnte Oberleutnant Gerald Schumer im Zuge dieser Vorbereitung zum Erfolg des Unternehmens beitragen. So wurde er ausgewählt, an der Manaslu Expedition teilzunehmen.

Nach der Auswahl musste Schumer selbstständig konditionell und bergsteigerisch über den Winter trainieren. Wegen des Assistenzeinsatzes im Burgenland und in Kärnten ging dies mit Masse nur in der Freizeit und am Abend. Währenddessen wurden in den Niederlanden über 2000 kg Ausrüstung vorbereitet und verpackt, die Planungen liefen seit Weihnachten 2015 auf Hochtouren.

MANASLU_PROFILDurchführung:

Die 26-köpfige Expedition startete Anfang April mit dem Flug nach Kathmandu. Dort angekommen galt es, den Transport mittels Tragtieren, Hochträgern (Sherpas) und zu Fuß vorzubereiten. Das Basislager auf 4800m Seehöhe wurde in einem 10tägigen Marsch erreicht, aufgrund gesundheitlicher Probleme kamen die letzten zwei Soldaten am 18. April an. Die Bergsteiger richteten sich möglichst angenehm für vier bis fünf Wochen  im ewigen Eis ein. Man stelle sich die Körperpflege, oder das Essen vor, klirrende Kälte (teilweise – 20° C bis maximal + 5° C) und Wind wenn man sich vom Zelt wegbewegt. Auch die regelmäßige Körperpflege ist in solcher Höhe absolut ohne Komfort.

Der Plan für die Besteigung sah so aus:

Errichtung von Hochlagern auf 5600 m, auf 6200 m, auf 6700 m und auf 7400 m, Versicherung von schwierigem Gelände mittels Fixseilen und Aluleitern, Verbringung von Sauerstofflaschen für den Gipfelsturm und Aufbau einer Rettungskette für das Gipfelteam. Dieser Plan wurde trotz meterhoher Schneefälle  und der damit steigenden Gefahr von Lawinen bis Ende April verwirklicht. Alleine die Spur und die obersten Fixseile unterhalb des Hochlagers auf 7400m schaffte man nicht. Bemerkung Schumers in diesen Tagen: „…zach is schon, Gott sei Dank vergeht das Kopfweh wieder wenn du unten bist…“

13087789_1528688967437502_8971231731989945032_nDer erste Gipfelversuch wurde von 30. April bis 2. Mai unternommen. Aufgrund der kurzen Schönwetterphasen und des Neuschnees war er aber nicht erfolgreich. Es wurde die gesamte Mannschaft wieder ins Basislager zurückbeordert und ein neuer Plan ausgearbeitet. Fokus: Flexiblere Chancenausnutzung durch ein kleineres Gipfelteam und größere Unterstützungsteams, welche die Spurarbeit sowie den Abschluss der Installation der Fixseile für das Gipfelteam bewerkstelligen. Schumer wurde in ein Unterstützungsteam umgeteilt.

Der zweite und erfolgreiche Anlauf auf den Gipfel wurde am 5.Mai gestartet, die Unterstützungsteams voran bis in das Lager 2 gebracht und die Arbeiten bis Lager 4 erledigt. Dr. Karl Gabl, der bekannte Innsbrucker Meteorologe, unterstützte die Expedition mit akkuraten Wetterprognosen via Telefon. Am 8.Mai kam das das Gipfelteam in das Lager 4 und gönnte sich eine kurze Rast. Noch in der frühen Nacht um 2:00 Uhr startete das Gipfelteam den entscheidenden Versuch. Sieben niederländische Mountain Leader und drei Sherpas schafften den Gipfel bis halb neun am Morgen. Eine Höchstleistung. Schumer hielt sich während des Aufstieges zwischen 6200m und 7000m für die etwaige Unterstützung bereit. Seine Aufbauarbeiten bis zum Lager 4 waren mitentscheidend für den Teamerfolg.

e3fe3188a0f9daf408962cdd80a2c6ddNach der erfolgreichen Besteigung galt es, alle Bergsteiger und das gesamte Gerät wieder ordnungsgemäß ins Basislager und weiter Richtung Heimat zu verbringen. Dies dauerte bis zum 12. Mai.

Ab 13. Mai wurde der Rückweg über Samagon (3550 m), der letzten Siedlung nach Kathmandu genommen. Am 17. Mai kamen alle wohlbehalten und gesund in Kathmandu an und konnten endlich entspannt ausschlafen und sich auf die Heimat freuen.

Herzliche Gratulation!

Die Redaktion

Oberstleutnant Raszer ist neuer Kommandant

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Was sind Ihre persönlichen Merkmale:

In meiner bisherigen dienstlichen Verwendung war ich vorwiegend in der Ausbildung und im Einsatz tätig. Ich konnte mir durch meine Auslandseinsätze, bei denen ich mit Masse eine Kommandantenfunktion bekleidete, ein umfangreiches Wissen im Bereich der Führung und Konfliktbewältigung aneignen. Ich sehe meine Stärken in der Entscheidungs-, Team- und Durchsetzungsfähigkeit bei Problemlösungen. Abgeleitet aus meinen Einsatzerfahrungen, stellen Mitarbeitermotivation und Teamarbeit auf allen Ebenen eine Leitlinie im täglichen Dienstbetrieb dar.

Was ist Ihre Motivation für die Funktion des Bataillonskommandanten:

Da ich ja bereits als Kommandant der Kaderkompanie und auch der ersten Kaderpräsenzkompanie im In- und Ausland Erfahrungen sammeln konnte und somit auch an der Grundsteinlegung für das heutige Kaderpräsenzbataillon mitarbeiten durfte, ist für mich schon seit langem das Ziel, als Bataillonskommandant wirken zu können klar festgestanden. Dieser Verband mit speziellen Fähigkeiten verfügt über motivierte Soldatinnen und Soldaten mit einem hohen Ausbildungsstand. Ziel ist es, auf diesen sehr guten Grundlagen aufzubauen und durch Führung und Motivation den Verband auf die zukünftigen Aufgaben und Bedrohungen vorzubereiten.

Was sind Ihre Ziele:

Ich möchte durch eine vorausschauende Personalführung, im Einklang mit der dazugehörenden Kaderausbildung, das Selbstverständnis als Soldatin und Soldat des Jägerbataillons 25 (KPE) fördern und stärken.

Ein nicht unwesentlicher Bereich ist auch die Förderung der Exklusivität des Jägerbataillons 25 (KPE) bezogen auf luftbewegliche Einsätze, Einsätze nach Fallschirmabsprung und Einsätze im Gebirge.

Durch Intensivierung der Kaderfortbildungen und einer vermehrten Teilnahme an Übungen wird ein Fähigkeitsaufbau im Bereich der Gefechtstechnik und Taktik verfolgt werden.

 

 

Militärischer Werdegang:

Als Angehöriger des Jahrganges „Wellington“ an der Theresianischen Militärakademie musterte ich 1996 zum Gebirgsjägerbataillon 26 in SPITTAL an der DRAU aus. Dort übte ich die Funktionen Zugskommandant und stellvertretender Kompaniekommandant aus. In diesem Zeitraum wurde ich zum Heeresbergführer ausgebildet. 2000 war das Jahr in dem ich zum Jägerbataillon 25 versetzt wurde. Zuerst als stellvertretender Kompaniekommandant, dann Kompaniekommandant. Letztere Funktion übte ich viele Jahre aus. In diesen Jahren absolvierte ich neben den diversen Laufbahnkursen wie Führungslehrgänge und Stabslehrgang sogar die Ausbildung zum manuellen Fallschirmspringer.

Nach dieser sehr bewegten Zeit stand im Jahr 2009 eine Versetzung in das Kommando der 7. Jägerbrigade, auf den Arbeitsplatz des Stabsoffiziers  für Kampfunterstützung an. Ich schloß von 2011 bis 2013 den Masterstudienlehrgang „militärische Führung“ an der Landesverteidigungsakademie ab und schuf somit die Voraussetzungen für eine zukünftige Bewerbung um die Funktion als Bataillonskommandant. Mit 1. Jänner 2014 ereilte mich wieder der Ruf des Jägerbataillons 25 (KPE). Hier versah ich, bis zu  meiner Bestellung zum Bataillonskommandanten mit 1. April 2016, als stellvertretender Bataillonskommandant meinen Dienst.

Auslandserfahrung konnte ich in AFGHANISTAN, dem KOSOVO und bei diversen Übungen sammeln.

Oberstleutnant

Alexander Raszer

Fallschirmspringer Grundkurs 2016

Vom 24. April bis 18. Mai 2016 besuchten Teile des Jägerbataillons 25 den Militärfallschirmsprungkurs bei der Lehrabteilung des Jagdkommandos. Dieser Kurs wurde auf zwei Standorten in Österreich durchgeführt. Zum einen in der Flugfeldkaserne in Wiener Neustadt, wo die Grundlagen und Techniken trainiert wurden, zum anderen in Zeltweg wo das Gelernte in die Praxis umgesetzt wurde.

fasch - 1 (2)Der Kurs begann am 24. April mit einer Begrüßung durch den Kommandanten der Lehrgruppe “Militärfallschirmspringen”. Ohne weitere Zeit zu verschwenden folgte gleich der Einstieg mit einer Theorieeinheit wo die Grundlagen des Fallschirmspringens erklärt wurden. Dann ging es gleich ans Ausfassen des Gerätes, der Sprungausrüstung: Hauptfallschirm, Reserveschirm, Kappmesser und Signalpfeife. Als wir in Gruppen eingeteilt waren, begannen wir mit dem Trockentraining. Fertigmachen zum Sprung, Abgangshaltung, Landerolle. Ein dicht gedrängtes Programm für den ersten Kurstag.

fasch - 1 (4)Dann wurde die Ausbildung in vier Stationen unterteilt. Diese waren Sprungturm, Hängeanlage, Landeanlage sowie das Richtige Packen des Fallschirms.

Fallschirm-Sprungturm
Fallschirm-Sprungturm

Am Sprungturm wurde der richtige Absprung aus der Maschine geübt, dieses unterscheidet sich je nach Type und wird jeweils für Pilatus PC-6 Porter oder C-130 Herkules simuliert. Hier kommt es besonders auf das “in die Tür treten”, Absprunghaltung und das Beheben von Störungen an. Nach intensiven Training folgte am Ende der ersten Woche das Umsetzen des Erlernten in einer Stressbelastungsübung statt. Erst wenn jeder Handgriff ohne nachzudenken klappt wird der Fallschirmspringer Lehrling zum Springen zugelassen.

Die Station Landeanlage besteht aus Seilen und Winden welche den Sprungschüler auf ca 8 Meter anheben um so die richtige Landehaltung zu erlernen. Hier kann die Geschwindigkeit variiert  und so langsam zu realistischen Bedingungen gesteigert werden. Wichtigste Fertigkeit dabei: Die Landerolle. Für viele Soldaten erwies sich das als größte Challenge. Wie auch nicht anders zu erwarten wurde  auch dieser Abschnitt von den jungen 25ern bravourös gemeistert.

Die Hängeanlage dient zum Simulieren der Luftfahrt. Hier geht es vor allem darum etwaige Störungen beim Öffnen des Fallschirms auszugleichen. Hier ist neben dem Einfühlungsvermögen in Thermik, Luftbewegung und Funktion des Fallschirms auch Muskelkraft gefordert.

fasch - 1 (3)Die vierte Station, Fallschirmpacken, erfordert vor allem eines: Genauigkeit und Sorgfalt beim Versorgen der Schnüre und des Fallschirmkappe selbst. Hier muss jeder Handgriff sitzen! Unter den wachsamen Augen der Fallschirmsprunglehrer wird der Sprungschüler Schritt für Schritt zur Perfektion gebracht. Nur ein korrekt gepackter Fallschirm wird den Springer sicher zur Landung bringen.

fasch - 1 (7)Nachdem die Theorie abgeschlossen war, ging es weiter nach Zeltweg um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Das mulmige Gefühl vor den ersten Sprüngen wich bald der Begeisterung fürs Fallschirmspringen. Glück ab, gut land!

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Manaslu Expedition 2016

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Oberleutnant Gerald Schumer bei der informellen Flaggenparade. Im Hintergrund das Ziel, der Gipfel des Manaslus

Der Weg ins Basislager ist geschafft!

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Das Team wohlbehalten im Basislager

In unserem letzten Bericht legten wir den Fokus auf die Vorbereitungen zur Expedition. Jetzt sind die 26 Teilnehmer mit Oberleutnant Gerald Schumer vom Jägerbataillon 25 bereits im Basislager angekommen.

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Die Fahrbaren Strecken wurden mit landesüblichen Bussen zurückgelegt. Ladungssicherung gibt´s da nicht.
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Hängebrücken sind nicht jedermanns Sache

Nach der Ankunft in Kathmandu und der Erledigung der Formalitäten haben die Alpinisten nun den Weg ins Basislager geschafft. Hierbei ging es einerseits um die Verbringung des gesamten Gerätes über 100km in unwegsamen Gelände ins Basislager, andererseits um die notwendige langsame Akklimatisation jedes Einzelnen.

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Die ersten, im Basislager ankommenden Alpinisten errichteten sogleich das Materialdepot und das Kommandozelt, sowie die Sanitäranlagen. Danach wurde die Flagge der Expedition gehisst.

Auf dem Weg ergaben sich viele neue Eindrücke, aber auch Hindernisse, die den Weg erschwerten, beziehungsweise die Ankunft verzögerten. Eine Passage des Weges ist zerstört und musste umfahren werden, Hängebrücken und schwindelerregende Bergpfade, wie sie in Europa nur mehr selten anzutreffen sind mussten passiert werden. Auch gesundheitlich machte vor allem das ungewohnte Essen den Soldaten zu schaffen. Fast die Hälfte musste zumindest einen Tag “Toilettenpause” machen. Es sind aber zum jetzigen Zeitpunkt alle wohlbehalten im Basislager angekommen.

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Schwindelerregende Pfade, wie man sie in Europa nur mehr selten sieht, geschweige denn begeht.

Die nächste Phase ist gekennzeichnet durch die Vorbereitung der Hochlager und der Aufstiegsroute. Dabei liegt das Augenmerk vor allem auf den alpinen Gefahren wie Lawinen oder Eisschlag in den gewaltigen Gletscherbrüchen des Manaslus. Die Route wird so gewählt, dass sie (aus den Beobachtungen vor Ort und der Erfahrung der letzten Jahre resultierend) nicht, oder nur wenig gefährdet ist. Die Arbeit in und der Marsch zu den Hochlagern stellt dabei einen wesentlichen Teil der weiteren Akklimatisation dar. Für den Gipfelaufstieg ist diese von immenser Bedeutung.

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Das Leben im Lager auf Höhe des Mt.Blanc (4800m), dem höchsten Gipfel der Alpen ist nur durch Erfahrung am Berg halbwegs angenehm zu gestalten.

Weiterhin alles Gute und Berg Heil

 

PS: Derzeit errichten die ersten Teams gerade das Camp 2 auf 6800m Seehöhe. Wir berichten bald detailliert.

MANASLU Expedition 2016

Expedition MANASLU (8163m) 2016 mit dem RNLMC (Royal Netherlands Marine Corps)
Eine einzigartige Gelegenheit ergab sich für das Österreichische Bundesheer letztes Jahr. Das Niederländische Marinekorps lud zwei österreichische Heeresbergführer ein, an der Vorbereitung zur heuer stattfindenden Expedition auf den achthöchsten Berg der Erde teilzunehmen.  Einer davon wurde im Zuge dieser Vorbereitung ausgewählt um die internationale Gruppe zum Manaslu zu verstärken. Oberleutnant Gerald Schumer vom Jägerbataillon 25 in Klagenfurt qualifizierte sich für die Expedition.
Die Vorbereitungen für die Expedition laufen seit Weihnachten auf Hochtouren. Es wird Proviant und Ausrüstung beschafft und verpackt (insgesamt über 2000kg), die Teilnehmer trainieren, um
die körperlichen Voraussetzungen für den Gipfelsieg zu schaffen.

DSC_0817Am 03. April fliegen die 26 Teilnehmer der Expedition von Amsterdam nach Kathmandu/NEPAL. Die Teilnehmer sind 23 Niederländer (Heeresbergführer (HBF, D) und Mountain Leader(ML, GB)), zwei Briten (ML) und für Österreich Oberleutnant Gerald Schumer (HBF, AUT).
Nach letzten logistischen Vorbereitungen in Kathmandu wird die Expeditionsmannschaft nach ARUGHAT BAZAR (600m) verbracht. Hier startet am 08. April der 10-tägige rund 100km lange Marsch zum Basislager auf 4400m. Nach dem Erreichen und Errichten des Basislagers wird mit 21. April die Vorbereitung für den Gipfelaufstieg in Angriff genommen.

IMG-20160308-WA0003Sechs Personen inklusive Expeditionsarzt werden hierzu den Expeditionsstab bilden und im Basislager verbleiben, die restlichen 20 Personen unterteilen sich in zwei Gruppen a 10 Personen und sind verantwortlich für das Installieren der Fixseile und Errichten der insgesamt vier High Camps.
Unterstützt und Beraten wird die Mannschaft dabei durch 6 Sherpas. Aus Sicherheitsgründen wird ab Camp 4 (7400m) bis zum Gipfel Sauerstoff verwendet. Aus logistischer Sicht ist für 15 Personen Sauerstoff vorhanden, um den Gipfel zu erreichen, folglich werden nicht alle 20 Personen auf den Gipfel geschickt. Die Entscheidung wer gehen darf wird vor Ort durch den niederländischen Expeditionsleiter gefällt.

Die Planungen sehen vor, dass der Gipfel bis 09. Mai erklommen und bis spätestens 24. Mai der Abbau der Fixseile und High Camps abgeschlossen werden sollte, vorausgesetzt das Wetter und Schneeverhältnisse lassen dies zu.

Am 26. Mai wird nach hoffentlich erfolgreicher Mission der 7-tägige Rückmarsch nach Arughat Bazar und von dort die Fahrt nach Kathmandu angetreten. Nach einer Reorganisations- und Nachbesprechungsphase fliegen alle Teilnehmer am 05. Juni zurück nach Amsterdam.

DSC_1256Schumer ist als junger Heeresbergführer im Zuge der Vorbereitung in der Schweiz ausgewählt worden, weil er nicht nur ein erstklassiger Bergsteiger ist, sondern vor allem auch ein Teamplayer, der die eigene Meinung immer hinter die Auftragserfüllung der Gruppe stellt. Wenns dann sein muss, packt er seine Qualitäten aus und sicherte so z.B. die Besteigung der LENZSPITZE, den letzten der 48 4000er der Schweiz im Vorjahr im Zuge des RNLMC Alps Project 2015.

Seine Erfahrung hat der junge Alpinist vor allem in der Arbeit mit der Truppe beim Jägerbataillon 25 gesammelt, er  gilt als verlässlicher Führer für die Truppe, vor allem im schwierigen alpinen Umfeld.

288607_270820279697293_758077572_oAuch seine Freizeit hat er ganz dem Berg verschrieben, so sammelte er bereits einige interessante Besteigungen in mittleren und höheren Schwierigkeitsgraden. Vor allem in schlecht abzusichernden Routen und im Kombigelände hat er seine Nervenstärke und seine gute Nase bewiesen.

Wir wünschen ihm alles Gute und freuen uns bereits auf die nächsten Berichte.

PS: Heute läuft noch die Vorbereitung in Katmandu, ab übermorgen geht es dann schon Richtung Basislager zum Manaslu.

Heeresgebirgsausbilder Winterlehrgang 2016

 

Vom 29.Februar bis 18.März 2016 fand der diesjährige HGA Winterlehrgang des Jägerbataillons 25 statt. Das Modul Skilauf und die ersten drei Tage des Moduls Gebirgstechnik Winter wurden von der Türkkaserne aus durchgeführt. Danach verlegte der Lehrgang auf die Fraganter Hütte.

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Schwieriges Kombigelände am Sadnig

Eines vorweg: Wer glaubt, mit ein bischen Skifahren und guter Kondition ist dieser Lehrgang zu bestehen, liegt falsch. Vielmehr geht es bei dieser Ausbildung um die Führungsfähigkeit im winterlichen Gebirge unter Anwendung aller notwendigen Techniken im Aufstieg, Abfahrt, beim Klettern im kombinierten Gelände, bei Rettungsmaßnahmen und nicht zuletzt bei der Durchführung eines planmäßigen Biwaks.

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Biwakbau, Schalungsiglu, im Hintergrund der Eingang zur komfortablen Schneehöhle
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Gipfelfoto am Sadnig (2745m)
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verdiente Rast nach dem Aufstieg mit schwerem Gepäck

Die Aspiranten waren durchwegs top motiviert, die intensive Ausbildung brachte aber alle an ihre persönlichen Grenzen. Am Berg gibt es keinen Unterschied zwischen Rang und Namen, es zählt nur die erbrachte Leistung. Dies ist durchaus eine Seltenheit beim Bundesheer.

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Zustieg zur Abseilstelle

Die Führung der Module oblag Herrn Oberst Volkmar Ertl, Kommandant des Pionierbataillons 1 aus Villach und Herrn Oberstleutnant Harald Scharf, Kommandant der Stabsbataillons 7 aus Klagenfurt. Ihnen und der wie gewohnt bravourösen Organisationsleistung des Spießes, Offizierstellvertreter Werner Petutschnig ist es zu verdanken, dass die Ausbilder und die Lehrgangsteilnehmer auf das Wesentliche, Lehren bzw. Lernen konzentrieren konnten.

 

Ein paar kleine Eindrücke sind in den Fotos ersichtlich, viel Vergnügen!

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Das gemütliche Schlungsiglu für 6 Soldaten, müde waren wir alle an diesem Tag. Die Temperatur im Biwak ist ca. 0-5°C
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Abseilen mit Marschgepäck, eine Herausforderung im winterlichen Gebirge
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Hahn am Mist? Nein der Schnee muss komprimiert werden um die Notwendige Festigkeit zu bekommen. Nach ca. 5 Stunden Schaufelarbeit nimmt das planmäßige Biwak Form an.

 

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… man glaubt kaum, wo man mit ski überall gehen kann. Spitzkehre auf einem kleinen Felsvorsprung. Darunter nicht ersichtlich ca. 2 m Luft

Den Lehrgangsteilnehmern sei noch zum Durchhaltevermögen und zu ihrer Einstellung gratuliert, Berg heil und kommt alle immer gut wieder herunter ins Tal!

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Ein Highlight war der direkte Kletteraufstieg zum Gipfel des Sadnigs. ca. 25 Meter fast senkrechtes Kombigelände, gemeistert ohne Zaudern.

 

Der stellvertretende Lehrgangskommandant

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steiles Gelände kurz vor dem Sadnig. Lawinenauslösung war hier verboten!

Ulf Remp

 

Fotos: REMP,  PUCHER, MÖRTL

Neuigkeiten aus Afrika

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Aufgrund seiner Fachkenntnisse und Fertigkeiten ist Wachtmeister Roman Quero Mitte 2015 angefordert worden, um das österreichische Kontingent in Zentralafrikanischen Republik a zu unterstützen. Nach persönlicher und dienstlicher Beurteilung der Lage verlegte er nach kurzer Einsatzvorbereitung mit Mitte September nach Zentralafrika um dort seinen Beitrag zu leisten. Hier sein Kurzbericht:

Ich befinde mich als einer von vier österreichischen Bundesheersoldaten seit 22 September 2015 in der Mission „EUMAM RCA“ (Military Advisory Mission in the Central African Republic) in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Österreich ist dort Teil einer EU-Beratermission, die aus 60 Soldaten unter Führung Frankreichs besteht. Die EU-Mission ist vorläufig für ein Jahr geplant.

Wir arbeiten dazu eng mit der VN-Mission United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in the Central African Republic (MINUSCA) und den “Armed Forces of the Central African Republic“ (FACA) zusammen.

EUMAM befindet sich im Camp “MOANA Ucatex”. Weiters im Camp stationiert sind 500 UNO Soldaten aus dem Kongo, Ägypten, Pakistan und Nepal.

Ich befinde mich in der Abteilung Real Live Support (RLS). Wir sind für den Bereich EUMAM im Camp „MOANA Ucatex“  und den Fuhrpark zuständig. Meine Aufgabe ist es, den mannigfaltigen Fuhrpark zu bewirtschaften und als Kraftfahrer alle denkbaren Transportaufgaben wahrzunehmen. Schwergewicht hierbei ist die Einteilung der Kraftfahrer und die hochwertigen Fahraufträge, die sich nur schwer mit einer Fahrt in Österreich vergleichen lassen.

Die Maßnahmen der Force Protection gehören selbstverständlich dazu, hier denkt man keine Sekunde über ein Herabsetzen des Dress Codes nach. Meine Aufgabe hat den positiven Effekt, dass ich sehr viel in Bangui unterwegs bin und dadurch sehr viel Kontakt zur Bevölkerung habe.  Ich habe in den letzten Monaten positive so wie negative Erfahrungen mit der Zentralafrikanischen Bevölkerung gemacht. Im Großen und Ganzen, das Land ist einfach anders. Man darf nicht vergessen, dass es zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Das Verlassen des Camps ist dennoch ohne Kugelschutz nicht erlaubt und auch nicht ratsam.

Zum Klima kann ich nur eines sagen: Heiß!! Zurzeit befinden wir uns in der Trockenperiode, die von Ende November bis Anfang April dauert. Es gibt Tageshöchstwerte im Schatten von über 40 Grad Celsius. Man gewöhnt sich allerdings schnell daran.

So schön und exotisch dieser Einsatz auch ist, muss man natürlich jederzeit für eine Eskalation der Lage gerüstet sein, wie wir Ende September live miterleben mussten. Ohne Zweifel werde ich eine Menge Erfahrung, von anderen Nationen und vom Einsatz selber mit nach Hause nehmen.

Zusammengefasst eine unglaubliche Erfahrung, die mein weitere berufliches und privates Leben prägen wird.

Stabswachtmeister(temporär)

Roman Quero

 

Ausbildung beim JgB 25

Ob direkt vom Grundwehrdienst, oder nach einem zivilen Arbeitsleben entscheiden sich einige Frauen und Männer für die KIOP/KPE Ausbildung beim Jägerbataillon 25 in Klagenfurt. Manchen ist jedoch nicht bewusst, welche schwierige und vor allem harte Ausbildung sich hinter diesem Karriereweg verbirgt.

IMG_4999Am 11. Jänner 2016 begann für viele der Start in die vorbereitende Ausbildung der KIOP/KPE im Jägerbataillon 25. Die meisten Teilnehmer kamen direkt vom Grundwehrdienst in dieses Ausbildungsprogrmm, jedoch starteten auch wenige Quereinsteiger direkt dazu. Mit einer Zugstärke von etwa 40 Personen begann eine neue, interessante Zeit für viele Soldaten. Disziplin und Ordnung stehen täglich an erster Stelle. Für Mehrere stellt sich dies schon als sehr schwierige Aufgabe dar, da es in der Khevenhüllerkaserne zum Großteil etwas genauer genommen wird, als viele erwarten. Das tägliche Brot der Fallschirmjäger ist nicht nur eine psychische Belastung, vor allem die körperlichen Strapazen bringen Viele ans Limit ihre Leistungsfähigkeit.  Die Ausbilder merken jedoch schnell, wer für diesen Job gemacht ist und wer nicht. Es gibt keine Vorurteile oder Bevorzugung. Hier muss jeder das gleiche leisten, egal ob Frau oder Mann. In der zweiten Kompanie des Jägerbataillons 25 zählt nur die erbrachte Leistung.

IMG_5043Nahkampf, Märsche, Waffen und Geräteausbildung stehen täglich am Programm.

Die Kommandanten sorgen für eine gute Vorbereitung. So hart diese Ausbildung auch scheint, wird sie in Ausnahmesituationen von den Fallschirmjägersoldaten dringend gebraucht. Flüsse sind zum Beispiel eine natürliche Bewegungslinie für Jäger. Zugskommandant, Gruppenkommandanten und sogar der Fotograf selbst scheuen weder Nässe noch Kälte und sind bei den eher ungemütlichen Aufgaben dabei.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Ausbildungen beim österreichischen Bundesheer, jedoch ist diese eine der Besten. Jeder einzelne Teilnehmer dieses Zuges ist jeden Tag davon überrascht, wo seine psychischen und physischen Fähigkeiten liegen. Von Montag bis Freitag ist immer was los im Ausbildungszug, besonders anspruchsvoll ist jede Woche der berühmte “freaky Friday”. Unter diesem Begriff versteht man eine Sportdrillausbildung des KU-Zuges. Für Außenstehende: Härter, schneller und vor allem unter schwereren Bedingungen. Hier wird dafür gesorgt, dass alle als Team und jeder einzelne an seine Grenzen stößt. Nur Soldaten die Einsatz zeigen, körperlich und psychisch Belastbar sind, werden ihre Karriere beim Jägerbataillon 25 in Lendorf fortsetzen können. Es wäre grundsätzlich auch falsch, jeden beliebigen Soldaten in die wahrscheinlich beste KIOP KPE Einheit aufzunehmen.

Raphaela Kirch, Rekrut

Philipp Meier, Rekrut

Elias Weinberger, Rekrut

Gernot Unterköfler, Gefreiter