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60 Jahre Militär-Fallschirmspringen

“Glück ab – Gut Land”: 60 Jahre Militär-Fallschirmspringen

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Militärfallschirmspringer im Österreichischen Bundesheer sprangen heute 120 Fallschirmspringer im Himmel über Wiener Neustadt ab. Seit 1961 bildet das Jagdkommando Fallschirmspringer für das Österreichische Bundesheer aus.

Zu Land, im Wasser und in der Luft im Einsatz

“Unsere Soldatinnen und Soldaten sind zu Land, im Wasser und in der Luft stets im Einsatz. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums möchte ich mich bei allen Fallschirmspringerinnen und -springern für ihre Einsätze unter oftmals schwierigen Bedingungen im In- und Ausland bedanken”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner beim heutigen Festakt in der Flugfeld-Kaserne.

“Multi Mission”-Systeme

Für die Freifallsprünge stehen die amerikanischen “Multi Mission”-Systeme zur Verfügung. Diese Fallschirme sind für Freifalleinsätze, Gleiteinsätze und für Tandemsprünge geeignet. Freifall- oder Gleiteinsätze werden aus Höhen von bis zu 10.000 Metern über dem Meeresspiegel mit Sauerstoff durchgeführt. Damit können im Gleitflug bis zu 35 Kilometer zurückgelegt werden.

Bei diesen Einsätzen können Passagiere, Diensthunde sowie Zusatzausrüstung transportiert werden. Mittlerweile wurden bereits 420.000 Fallschirmabsprünge durchgeführt – der Sprunglehrer mit den meisten Sprüngen absolvierte bisher 11.500 Sprünge.

Umfangreiche Infanterie- und Spezialausbildung

Neben den Spezialeinsatzkräften ist das Jägerbataillon 25 der einzige Luftlandeverband des Bundesheeres und erfüllt vielseitige Aufgaben im In- und Ausland. Möglich ist dies durch eine umfangreiche Infanterie- und Spezialausbildung.

Der Verband verfügt über speziell ausgebildete Soldaten, die einsatznah für Luftlandeeinsätze trainiert werden. Die Ausbildungsbereiche umfassen neben der klassischen Jägerausbildung auch Luftlande- und Fallschirmspringerausbildung in enger Zusammenarbeit mit Hubschraubern.

Text/Foto: bundesheer.at

Traditionstag 2021

Am Freitag beim Traditionstag gedachten die Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 25 der Schlacht bei Peterwardein (heutiges Novi Sad), die im Jahr 1716 stattfand.

Bei dieser Schlacht tat sich der Traditionstruppenkörper des Luftlandebataillons der „leichten“ 7. Jägerbrigade, das k. u. k. Infanterieregiment Nr. 7, besonders hervor. Dem Namensgeber des Regimentes, Ludwig Andreas Graf von Khevenhüller, kam die Ehre zu teil, Kaiser Karl VI, über den Sieg in dieser wichtigen Schlacht gegen die Osmanen zu informieren.

Diese Schlacht markierte eine Reihe von Kämpfen und Schlachten in der mehr als 200-jährigen ruhmreichen Geschichte des k. u.k. Infanterieregimentes „Graf von Khevenhüller“ Nr. 7.

Im Rahmen des militärischen Festaktes überreichte das Jägerbataillon 25 der Stadt Klagenfurt, vertreten durch Vizebürgermeister Prof. Mag. Alois Dolinar, die Urkunde zur 40-jährigen Partnerschaft.

Bataillonskommandant Oberst Alexander Raszer wurde von der Militärpfarre Kärnten mit dem Georgsorden ausgezeichnet.

Text: Ragger D. ,Fotos: Steinberger M.

Force Integration Training

“Force Integration Training” – so werden Übungen bezeichnet, bei denen einzeln zusammengeführte nationale Kontingente gemeinsam und drillmäßig Gefechtssituationen trainieren. Das Ziel ist, unter der Führung des #Jägerbataillon25 am Ende des Trainings als ein gemeinsamer Einsatzverband die Voraussetzungen für die NATO-Evaluierung im Herbst 2021 zu erfüllen.

#Bundesheer #7JgBrig #JgB18 #JgB33 #PiB1 #StB7 #JgB25 #PzGrenB13 #PzGrenB35

Fotos: STEINBERGER M.

Gedenkfeier Plöckenpass

Seit 1929 treffen sich Abordnungen aus Italien, Slowenien und Österreich bei der “Gedächtniskapelle am Plöckenpass” um den gefallenen Soldaten aus der Plöcken-Region während des 1. Weltkrieges zu gedenken. Der „Khevenhüller-7er Bund“ lud zu der Gedenkfeier Traditionsverbände, regionale Politiker und militärische Abordnungen ein. Die Trachtenkapelle aus Mauthern sorgte für die musikalische Untermalung.

Mahnende Worte der Festredner und der Geistlichkeit richteten sich gegen Krieg, Elend und Tod. Sie erinnerten die Anwesenden an die schweren Kriegsjahre und die vielen verstorbenen Soldaten der „Nachbar-Nationen“.

Verantwortung Zeigen

“Pro Mente” und “PMS” zu Besuch beim Jägerbataillon 25!

Sei schlau, bleib ruhig und hör auf dein Bauchgefühl

Das waren die drei Kriterien, die eine Einheit des Österreichischen Bundesheeres bei einem Survivaltraining im Rahmen der VZ Engagementtage den Jugendlichen von pro mente kijufa AusbildungsFit Wolfsberg und Völkermarkt und einem Team von PMS Elektro- und Automationstechnik anhand von verschiedensten Übungen vermittelt hat. Die Jugendlichen erlernten eine Unterkunft im Wald zu errichten, Feuer zu machen und sauberes Wasser herzustellen. Es wurden Äste mit viel Blattwerk geschnitten, trockenes Holz gesammelt und Bestandteile für Wasserfilter zusammengesetzt. Doch darüberhinaus wurden Fragen über Fragen gestellt und die Bundesheerangehörigen haben diese mit viel Geduld und Charme beantwortet.

„Ganz toll“, auch das Team von PMS Elektronik- und Automationstechnik war begeistert über die einfache Darstellung und die Möglichkeit selbst auszuprobieren und mitzuarbeiten. „Einiges hat man ja irgendwann mal schon gehört und gelernt und auch wieder vergessen und viele Tipps sind neu und sicherlich zu merken, um sich in einer Notsituation helfen zu können“, beschreiben Gertraud Kaltenegger und Marco Wonschak von PMS ihre Eindrücke die sie gemeinsam mit dem Lehrlingsteam von PMS gesammelt haben. Waren anfangs die Jugendlichen teilweise noch ein bisschen eingeschüchtert, konnte man sich der ruhigen sachlichen und doch äußerst höflichen Herangehensweise der Offiziere des Jägerbataillon 25 nicht entziehen und so hat die Neugier alle Bedenken besiegt und zum Schluß entstand ein sehr wertvolles Miteinander, das alle begeistert hat.

Als dann die ersten Flammen in die Höhe züngelten und die ersten Wassertropfen durch den selbstgemachten Filter rannen, war es ganz einfach nur noch cool. Höhepunkt für die Jugendlichen war die Waffenschau am Nachmittag. Die Ausrüstung und Aufmachung des Scharfschützen wurde respektvoll und mit viel Bewunderung bestaunt und kommentiert.

Beim gemeinsamen Essen wurde das Erlebte eifrig diskutiert und der ein oder andere Jugendliche war sichtlich begeistert und dachte schon über die vielen Berufsmöglichkeiten nach, die das Österreichische Bundesheer zu bieten hat. Viel zu schnell ging der Tag vorbei, doch die Eindrücke und das Erlernte wirken sicherlich noch lange nach. Wir danken dem Jägerbataillon 25 für diese wertvolle Erfahrung und die tolle Organisation insbesondere Herrn Hptm Schumer und OStWm Steinberger und hoffen, bald wieder Gast sein zu dürfen.

Quelle: Link Fotos: STEINBERGER M.

45-Sekunden 200km/h

Für Fortgeschrittene: Diese Luftlande-Soldaten des Klagenfurter Jägerbataillons 25 haben den Rundkappen-Fallschirmkurs bereits hinter sich.

Jetzt absolvierten sie gemeinsam mit Kameraden des Jagdkommandos den “Militärischen Fallschirmsprung-Freifallkurs”. Dabei trainierten sie zuerst im Windkanal, danach folgen Sprünge mit Flächengleitfallschirmen aus verschiedenen Luftfahrzeugen des Bundesheeres.

Foto: STEINBERGER M. ,Text: RAGGER D.

Taktische Truppenausbildung

In der 27. Kalenderwoche von 05. Juli bis zum 09.Juli verlegte das Jägerbataillon 25 auf den Truppenübungsplatz Allentsteig. Neben den Kaderpräsenzeinheiten des Bataillons wurde auch erstmalig die KPE-Kompanie des Jägerbataillon 18 in das Jägerbataillon 25 integriert.

Das Schwergewicht dieser Woche bildete, neben einem Gruppengefechtsschießen und Eigenausbildung, die Zielüberprüfung der Jägerkompanien, welche als Standortbestimmung in Vorbereitung auf die NATO-Evaluierung im Herbst durchgeführt wurde.

Fazit dieser Woche: „Wir sind auf dem richtigen Weg, haben einen guten Ausbildungsstand und können, wenn das fehlende Gerät rechtzeitig zugewiesen wird, der NATO-Evaluierung optimistisch und entspannt entgegensehen.“

Die letzte Feinabstimmung soll im Rahmen einer weiteren Verlegung auf den Truppenübungsplatz Bruck-Neudorf im September erfolgen.

Text: Stromberger R. , Foto: Steinberger M.

Eisenbahntransport nach Allentsteig

Fahrzeuge abladen und los geht’s – Die Soldaten des Jägerbataillon 25 sind am Truppenübungsplatz Allentsteig angekommen und beginnen diese Woche, gemeinsam mit der Kaderpräsenzkompanie des Jägerbataillons 18, ihre truppentaktische Ausbildung auf Kompanie- und Bataillonsebene. Damit ist dies, nach der Führungssimulatorausbildung der „leichten“ 7. Jägerbrigade, der nächste Schritt, um die NATO-Evaluierung 2 (NEL2) im November positiv zu absolvieren.

Fotos: Steinberger M. Bericht: Ragger D.

“That others may live”

Dass Andere leben können! In diesem Sinne führte das Jägerbataillon 25 (JgB25/KPE) im Mai 2021 eine vierwöchige Kaderfortbildung im Bereich der erweiterten Selbst- und Kameradenhilfe (erwSKH) durch.

Da es bei Luftlandeeinheiten sehr schnell zu einem Engpass bei der Sanitätsversorgung kommen kann, entschied der Bataillonskommandant die Ausbildung in diesem Bereich voranzutreiben, da die Ausbildung erwSKH/EEH-1 in unserem Fall nicht ausreichend ist. Diese gefechtstechnische Ausbildung für Spezialkräfte und spezialisierte Kräfte dient der Verwundeten-Erstversorgung im Einsatz.

Die erwSKH wird auch als Einsatzersthelfer (EEH) bezeichnet und gliedert sich mehrstufig:
erwSKH/EEH-1 für jeden Soldaten einer KPE-Einheit;
erwSKH/EEH-2 für ausgesuchte Soldaten mit erweiterter Ausbildung.


Das angestrebte Ziel ist es, bei den KIOP-KPE Einheiten pro Gruppe mindestens einen Soldaten in der erwSKH/EEH-2 auszubilden. Zusätzlich sollten pro Zug ein Gruppenkommandant und ein Zugskommandant im Sinne der Nachhaltigkeit und weiterführenden Lehrgängen ausgebildet werden.
Beim Aufklärungszug und beim Unterstützungszug wird aufgrund ihrer exponierten Aufträge jeder Soldat in der erwSKH/EEH-2 ausgebildet. Diese Kaderfortbildung stellt die erste von heuer insgesamt zwei Kaderfortbildungen beim JgB25/KPE dar. Externe Angehörige der Streitkräfte sind selbstverständlich willkommen.

Vom 31. Mai bis zum 25. Juni begann die bereits 5. Kaderfortbildung erwSKH/EEH-2, die unter ärztlicher Aufsicht in bewährter Art und Weise durch das Bataillon ausgebildet wurde. Neben der Wiederholung und Vertiefung aller Themen der erwSKH/EEH-1 wird dem Soldaten beigebracht, unter gefechtsmäßigen Bedingungen einen Verletzten aus einem Gefahrenbereich zu retten, ihn in einem sicheren Bereich bis zu 30 Minuten stabil zu halten und anschließend an eine höhere sanitätsdienstliche Stelle zu übergeben. Hiezu werden theoretische Grundlagen der Anatomie, der Traumatologie, der Hygiene sowie Grundsätze der San-Versorgung im Einsatz, Meldeformate, Medical English, MASCAL Schulungen und Psychologie im Einsatz vermittelt.

Die praktische Ausbildung besteht aus zwei Hauptpunkten: der Stationsbetrieb sowie das Szenarientraining. Bei der Stationsausbildung wird Atemwegsmanagement, ein Untersuchungsalgorithmus, Verbandslehre, Schienung, Monitoring, Reanimation uvm. erarbeitet.
Beim Szenarientraining muss der Teilnehmer während einer Gefechtslage unter gefechtstechnischen Bedingungen, das Erlernte zur Anwendung bringen. Neben drei schriftlichen Prüfungen stellen eine eintägige Abschlussübung und eine praktische Zielüberprüfung den Abschluss dieser sehr fordernden Ausbildung dar.

Foto: STEINBERGER M.