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“Headesets” für die 25er

Ein neues „Headset und Standardgehörschutz für militärische Funkgeräte“ wurde beim Bundesheer eingeführt.

Vorbereitend für mögliche Einsätze trainiert das Jägerbataillon 25 die Handhabung des „Headsets“ in Kombination mit der neuen ballistischen Schutzweste.

Das einfache Bediensystem bietet sowohl einen elektronischen Gehörschutz, als auch eine Impuls-Lärmkontrolle. Das Mikrofon befindet sich im In-Ear-System, durch die Verbindung mit dem Funkgerät kann die Betriebsdauer auf mehrere Tage ausgedehnt werden. Aber auch im reinen Batteriebetrieb findet es als aktiv Gehörschutz Verwendung.


Die In-Ear-Funktionsweise ermöglicht ein angenehmes Tragen und klare/deutliche Funksprüche egal ob im Gefechtsdienst, beim Marschieren oder im Ordnungseinsatz unter der ABC-Schutzmaske.

Gebirgsausbildung Winter

Gebirgsausbildung Winter beim Jägerbataillon 25

Der Schwerpunkt der Ausbildung im März: Gefahren im hochalpinen Gelände erkennen, auf diese reagieren und die Mobilität der gesamten Truppe verbessern. Schneeschuhe und Schier sind in den Hängen oberhalb der Baumgrenze ein Garant für kräfteschonendes Vorankommen. Das Trainingsszenario sah den Abtransport von Verletzten sowie den Einsatz einer Seilrutsche vor. Am Seil der Rutsche ist es sicherer sich im unwegsamen Gelände zu bewegen oder Verunglückte zu bergen. Das bringt eine Konfrontation mit oft ungeahnten Problemen und bindet mehr Ressourcen der Gruppe.

Unsere „Alpinis“ bereiteten sich ebenfalls auf eine „Übernachtung“ auf ca. 2000m Höhe vor. Gründe für eine „Übernachtung“ wären ein realer Notfall oder ungeplante Schwierigkeiten im Gelände, die einen weiteren Abstieg verhindern. Es ist erforderlich sich vor Einbruch der Dunkelheit und vor niedrigen Temperaturen der kommenden Stunden zu schützen. Eine geschützte Möglichkeit zu finden setzt eine seriöse Ausbildung sowie umsichtige Planung voraus. Chancen zum Überleben bieten ein Biwak (gegraben ober aufgeschüttet), ein Iglu oder eine Schneehöhle. Die „Alpinisten“ sondierten die Schneedecke, gruben hinein und bauten das Biwak. Im Inneren herrschten Temperaturen zwischen -1° und +2° und schützten die Soldaten vor Erfrierungen. Nach einer Nacht im Biwak folgte ein Aufstieg zum Gipfel und gegen Nachmittag erreichten alle Tourengeher wieder tiefere Gefilde mit dem Wissen, man vermag am Berg zu überleben.

Flugretter fortbildung

Ein „Bernhardiner der Lüfte“, der leichte Verbindungs- und Mehrzweckhubschrauber Alouette 3 (Al 3) vom Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt-Annabichl ermöglichte Anfang März der Flugretter-Gruppe der „25er“ mit einer „Fort- und Weiterbildung”.

Die aus Aigen im Ennstal stammende Al 3 nutzt den Vorteil des Standortes Flughafen Klagenfurt, da sich mit mehr Treibstoff an Bord die Reichweite des Hubschraubers erhöht.

Thema der Fortbildung war: „Seilwindentraining im urbanen Gelände“ sowie „Üben mit der Windenseilverlängerung“. Auf der Seilwinde an der Al 3 stehen dem Flugretter 20m Seil zur Verfügung. Falls der Zugang zum Verletzten über 20m liegt, besteht die Möglichkeit dieses, um 60m zu verlängern.

Mit einem Statik-Seil, ein verstärktes Kletterseil mit geringerer Dehnung, für selbstständiges Weiterabseilen mit einer Länge von 60m. Die mit dem Windenseil verbundene Verlängerung ermöglicht eine Bergehöhe von 80m. Nach dem Einholen des Windenseiles (20m) hängt der Flugretter und seine „Last“ 60m unter der Al 3. Da der Pilot zur Zeit des Fluges keine Sichtverbindung zum Flugretter hat, hält der Bordtechniker Verbindung mit dem Piloten und ist über die Position seiner Außenlast im Bilde.

Die vorbeiströmende Luft am Ende des Seils versetzt das „Paket“ in eine Rotation um die eigene Achse. Der Flugretter verwendet seine Arme, streckt sie von sich und stabilisiert das Bergepaket. Im Endanflug übernimmt der Flugretter „das Kommando über den Hubschrauber“ und leitet diesen per Funk: „Gerade aus (Richtung) – 150 (Entfernung) – Tief 50 (Höhe)“. Um diese komplexen Abläufe zu optimieren, und mit den wechselnden Besatzungen der Al 3 abzustimmen ist regelmäßiges Üben essenziell, da jederzeit Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Objektschutz in der Bundeshauptstadt

Jägerbataillon 25 Unterstützt in Wien

Ein Schock für ganz Österreich: Ein IS-Sympathisant startete Ende November mit einer vollautomatischen Waffe einen Amoklauf durch Wien. Er feuerte wahllos auf unschuldige Passanten und schlug einen Pfad des Terrors durch die Bundeshauptstadt. Dank dem raschen Eingreifen der Polizeikräfte konnte nach neun Minuten der Täter gestellt und unschädlich gemacht werden. Die kurze Zeit reichte aus um 23 Personen schwer zu verletzten und vier Unschuldigen das Leben nehmen.

Die Behörden gingen damals noch von mehreren Tätern aus und daher teilte die Bunderegierung mit, es sei nun wichtig, alle verfügbaren Kräfte in Bereitschaft zu bringen. Um die Durchhaltefähigkeit der Exekutive sicherzustellen habe die Regierung mit sofortiger Wirkung die notwendigen Kräfte des Österreichischen Bundesheeres aktiviert. Nach der Abriegelung der gesamten Innenstadt waren insgesamt rund 1000 Polizeibeamte im Einsatz. Das ÖBH übernahm noch in der gleichen Nacht die Sicherung wichtiger Objekte, um die Polizei zu entlasten.

Auch das Jägerbataillon 25 wurde alarmiert und begann mit den Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz. Ende November war es soweit, die „25er Jäger“ unterstützten die militärischen Kräfte vor Ort im sicherheitspolizeilichen Assistenz Einsatz. In der ersten Woche absolvierten unsere Soldaten eine Einsatzvorbereitung mit den Schwerpunkten in Rechtsgrundlagen und Befugnissen, Szenarien Training sowie ein Verteidigungsschießen durch die Polizei.

Seit Dezember stehen unsere Soldaten täglich im Einsatz um die Sicherheit der Gebäude mit erhöhtem Risiko vor eventuellen terroristischen Angriffen zu schützen. Im Detail sind das Botschaften, Regierungsgebäude, Schulen und Gebetsstätten von Minderheiten. Mit 13. Februar löste die 2. Jägerkompanie das Panzergrenadierbataillon 13 vollständig ab und übernahm das Kommando über die militärischen Einsatzkräfte in Wien.

Es befinden sich derzeit 170 Soldaten des Jägerbataillons 25 im Assistenzeinsatz um für die Sicherheit unserer Mitbürger zu sorgen.

MUTIG-TAPFER-TREU

Ready for take-off

Ein Kamerad erzählt von der Luftlandeausbildung

Es ist noch dunkel. Dichte Wolken- und Nebelfelder liegen wie ein Schleier über Klagenfurt. In diesen frühen Morgenstunden des ersten Februars gehen die Lichter in der Khevenhüller-Kaserne an. Die Soldaten der Kampfunterstützungskompanie (KU-Kp) des Jägerbataillion 25 bereiten sich auf die bevorstehende Ausbildung „GLE“ (Grundlagen luftbeweglicher Einsätze) vor, in dem sie sich vorab einem COVID-19 Schnelltest unterziehen.


Die rasche Auswertung der Testergebnisse ergibt keine positiven Fälle und so können die Vorbereitungen weitergehen. Alle Soldaten der KU-Kompanie bekommen zuerst eine theoretische Unterrichtseinheit, es folgen die allgemeinen Sicherheitseinweisungen durch erfahrene Piloten. Der restliche Tag wird mit intensivem Vorüben des Auf- und Absetzverfahren sowie dem Einweisen an den Hubschrauber-Attrappen verbracht, um einen reibungslosen Ablauf der Durchführung zu garantieren.

Am nächsten Tag erfolgt die Verlegung zum Truppenübungsplatz Glainach, um das Einhängen von Lasten zu üben. Die Material-Pakete werden vorbereitet und letzte Anweisungen gegeben. Wir werden in Zwei-Mann-Trupps eingeteilt und die Handlungsabfolgen festgelegt. Jetzt heißt es warten.

Dann endlich ist es soweit: Hubschraubergeräusche!

Zwei Agusta Bell 212 (AB212) kommen aus Richtung Westen auf uns zu. Die Trupps stehen bereit. Die Hubschrauber fliegen bis auf 2m über den Köpfen der Soldaten. Die Last wird eingehängt, der Hubschrauber hebt diese an, setzt sie wieder ab und hängt das Seil aus. Danach dreht er eine Runde und alles beginnt von vorne. Kaum ist das vorüber, läuft der nächste Trupp nach vorne. So geht es Schlag auf Schlag.
Zur Übung gehört auch das Betreiben einer Landezone bei Tag und Nacht. Daher begeben wir uns am darauffolgenden Tag in die Nähe von Althofen und suchen dort ein weites offenes Feld auf. Jetzt wird es ernst für die Neulinge; Konzentration und Anspannung sind in ihren Gesichtern zu erkennen! Sie begeben sich als Einweiser auf ihre zugewiesenen Positionen und warten darauf, das Gelernte der letzten Tage endlich in die Praxis umzusetzen.

Die Verladepakete (chalk) haben die Aufnahmepunkte (pick up points) bereits bezogen. Als dann die Hubschrauber eintreffen, beginnt das sogenannte „zone-hopping“. Das Auf- und Absitzen sowie das Einweisen funktioniert reibungslos. Auch örtliche Anwohner zeigen sichtliches Interesse an der Übung und finden sich in der Nähe der Landezone ein, um bessere Sicht zu haben. Während des Fluges genießen alle die wunderschöne Kärntner Schneelandschaft aus dieser nicht alltäglichen Perspektive. Nach Beendigung der geplanten Tagesflüge ist bei den Neulingen sichtliche Begeisterung wahrzunehmen, die sich in breitem Lächeln ausdrückt.

Der Höhepunkt der diesjährigen GLE sind definitiv die Nachtflüge: Nachdem die Landezone für die Nacht fertig präpariert wurde, sitzen wir mit erfahrenen Unteroffizieren des Aufklärungszuges auf unseren schweren Rucksäcken. Mit Nachtsichtmitteln ausgestattet warten wir am Waldrand. Der Gruppenkommandant kommuniziert über Funk mit den Piloten, weist diese in die geplante Anflugrichtung und Besonderheiten der Landezone ein. Die Anstrengung steckt noch allen in den Knochen, doch trotz Dunkelheit, Schnee, schwerem Gepäck und einem langen Tag läuft alles routiniert ab. Das Nachtpanorama der St. Veiter Umgebung ist unsere Belohnung!

Zum Gedenken

1. Dezember 1991 bis 5. Februar 2021


Korporal Rene Aineter rückte am 31. Juli 2017 zum Jägerbataillon 25 in die 2. Jägerkompanie ein. Sein offenes Wesen, seine Verlässlichkeit und seine Zielstrebigkeit fielen schon sehr früh positiv auf. Von Anfang an hob er sich von seinen Kameraden ab sodass ihn jeder Gruppenkommandant in seiner Gruppe haben wollte. Er war stets ein pflichtbewusster, tief überzeugter und treuer Soldat, der mit seiner Vorbildwirkung seine Kameraden motivieren konnte sich in allen Bereichen zu verbessern.

Auch im privaten Bereich genoss Rene einen großens Ansehen innerhalb seines Freundeskreises und lebte die Gemeinschaft. Wenn immer es nötig war stand seine Tür für alle anderen offen. Er nahm sich immer die Zeit um mit Rat und Tat seinen Freunden wie auch den Kameraden zur Seite zu stehen.

Umso trauriger ist es, wenn wir jetzt in die Reihen des 2. Zuges schauen um sein Gesicht zu suchen. Leider ist es vergebens! Mit Rene haben wir nicht nur einen geschätzten Kameraden, sondern auch einen sehr guten Freund verloren. Er wird immer ein Teil des 2. Zuges und unseres Bataillons bleiben, wir werden ihn nie vergessen.

Ruhe in Frieden,

deine Kameraden des Jägerbataillons 25!

Das Knallte…

auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpen. Besser kann man die Ausbildungswoche – mit Schwerpunkt Scharfschießen mit Infanteriewaffen – nicht beschreiben

Eine ganze Woche verbrachten die Rekruten der 1. Jägerkompanie eingebettet zwischen den Gipfeln der Seetaler Alpen. Das Wetter spielte auch mit und bot den Schützen alle im Winter geläufigen Einflüsse. Vom Schneesturm bis hin zur Postkartenidylle war alles dabei. Mit diesen “Perfekten Voraussetzungen” konnten sie das erlernte Wissen unter Beweis stellten.

DerTÜPL Seetaler Alpen bietet alle Möglichkeiten mit unseren Rekruten den Feuerkampf mit dem StG 77, dem 7,62 mm MG74 und dem Panzerabwehrrohr CG M3 zu trainieren. Nicht jeder Soldat hat das Glück in seinen 6 Monaten Präsenzdienst auf dem Panzerabwehrohr CG M3 ausgebildet zu werden. Das 84 mm PAR CG M3 ist mit seinen 11 kg Eigengewicht ohne Zubehör eine der schwersten Waffen beim Jäger Zug aber durch die vielseitige Einsatz Möglichkeiten gegen Fahrzeuge oder Infanteristen nicht mehr vom Gefechtsfeld wegzudenken.

Mit dieser Woche konnten wir zum Ende ihrer Ausbildung wertvolle Erfahrungen sammeln und dazu beitragen unsere Soldaten des Jägerbataillon 25 bestmöglich für Einsätze im In- und Ausland vorzubereiten.

SERE-B Ausbildung 2021

Letzte Woche absolvierten einige Kameraden des Jägerbataillons 25 und der 7. Jägerbrigade in der Khevenhüller Kaserne eine Ausbildung der „SERE Bravo“.

Hier geht es um das Überleben mit wenigen bis gar keinen Hilfsmitteln. Ausgebildet wurden z.B.: das Errichten einer Unterkunft, das Orientieren im Gelände, die Wasseraufbereitung und die Nahrungsbeschaffung aus Pflanzen und Tieren. Weiters wurde auch das korrekte Verhalten bei Gefangennahme durch Feindkräfte trainiert.