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Taktische Truppenausbildung

In der 27. Kalenderwoche von 05. Juli bis zum 09.Juli verlegte das Jägerbataillon 25 auf den Truppenübungsplatz Allentsteig. Neben den Kaderpräsenzeinheiten des Bataillons wurde auch erstmalig die KPE-Kompanie des Jägerbataillon 18 in das Jägerbataillon 25 integriert.

Das Schwergewicht dieser Woche bildete, neben einem Gruppengefechtsschießen und Eigenausbildung, die Zielüberprüfung der Jägerkompanien, welche als Standortbestimmung in Vorbereitung auf die NATO-Evaluierung im Herbst durchgeführt wurde.

Fazit dieser Woche: „Wir sind auf dem richtigen Weg, haben einen guten Ausbildungsstand und können, wenn das fehlende Gerät rechtzeitig zugewiesen wird, der NATO-Evaluierung optimistisch und entspannt entgegensehen.“

Die letzte Feinabstimmung soll im Rahmen einer weiteren Verlegung auf den Truppenübungsplatz Bruck-Neudorf im September erfolgen.

Text: Stromberger R. , Foto: Steinberger M.

Eisenbahntransport nach Allentsteig

Fahrzeuge abladen und los geht’s – Die Soldaten des Jägerbataillon 25 sind am Truppenübungsplatz Allentsteig angekommen und beginnen diese Woche, gemeinsam mit der Kaderpräsenzkompanie des Jägerbataillons 18, ihre truppentaktische Ausbildung auf Kompanie- und Bataillonsebene. Damit ist dies, nach der Führungssimulatorausbildung der „leichten“ 7. Jägerbrigade, der nächste Schritt, um die NATO-Evaluierung 2 (NEL2) im November positiv zu absolvieren.

Fotos: Steinberger M. Bericht: Ragger D.

“That others may live”

Dass Andere leben können! In diesem Sinne führte das Jägerbataillon 25 (JgB25/KPE) im Mai 2021 eine vierwöchige Kaderfortbildung im Bereich der erweiterten Selbst- und Kameradenhilfe (erwSKH) durch.

Da es bei Luftlandeeinheiten sehr schnell zu einem Engpass bei der Sanitätsversorgung kommen kann, entschied der Bataillonskommandant die Ausbildung in diesem Bereich voranzutreiben, da die Ausbildung erwSKH/EEH-1 in unserem Fall nicht ausreichend ist. Diese gefechtstechnische Ausbildung für Spezialkräfte und spezialisierte Kräfte dient der Verwundeten-Erstversorgung im Einsatz.

Die erwSKH wird auch als Einsatzersthelfer (EEH) bezeichnet und gliedert sich mehrstufig:
erwSKH/EEH-1 für jeden Soldaten einer KPE-Einheit;
erwSKH/EEH-2 für ausgesuchte Soldaten mit erweiterter Ausbildung.


Das angestrebte Ziel ist es, bei den KIOP-KPE Einheiten pro Gruppe mindestens einen Soldaten in der erwSKH/EEH-2 auszubilden. Zusätzlich sollten pro Zug ein Gruppenkommandant und ein Zugskommandant im Sinne der Nachhaltigkeit und weiterführenden Lehrgängen ausgebildet werden.
Beim Aufklärungszug und beim Unterstützungszug wird aufgrund ihrer exponierten Aufträge jeder Soldat in der erwSKH/EEH-2 ausgebildet. Diese Kaderfortbildung stellt die erste von heuer insgesamt zwei Kaderfortbildungen beim JgB25/KPE dar. Externe Angehörige der Streitkräfte sind selbstverständlich willkommen.

Vom 31. Mai bis zum 25. Juni begann die bereits 5. Kaderfortbildung erwSKH/EEH-2, die unter ärztlicher Aufsicht in bewährter Art und Weise durch das Bataillon ausgebildet wurde. Neben der Wiederholung und Vertiefung aller Themen der erwSKH/EEH-1 wird dem Soldaten beigebracht, unter gefechtsmäßigen Bedingungen einen Verletzten aus einem Gefahrenbereich zu retten, ihn in einem sicheren Bereich bis zu 30 Minuten stabil zu halten und anschließend an eine höhere sanitätsdienstliche Stelle zu übergeben. Hiezu werden theoretische Grundlagen der Anatomie, der Traumatologie, der Hygiene sowie Grundsätze der San-Versorgung im Einsatz, Meldeformate, Medical English, MASCAL Schulungen und Psychologie im Einsatz vermittelt.

Die praktische Ausbildung besteht aus zwei Hauptpunkten: der Stationsbetrieb sowie das Szenarientraining. Bei der Stationsausbildung wird Atemwegsmanagement, ein Untersuchungsalgorithmus, Verbandslehre, Schienung, Monitoring, Reanimation uvm. erarbeitet.
Beim Szenarientraining muss der Teilnehmer während einer Gefechtslage unter gefechtstechnischen Bedingungen, das Erlernte zur Anwendung bringen. Neben drei schriftlichen Prüfungen stellen eine eintägige Abschlussübung und eine praktische Zielüberprüfung den Abschluss dieser sehr fordernden Ausbildung dar.

Foto: STEINBERGER M.

Rundkappenkurs 2021

Die vergangenen drei Wochen absolvierten 36 Soldatinnen und Soldaten des Klagenfurter Jägerbataillons 25 den Fallschirmsprung-Rundkappenkurs.

Stattgefunden hat der Kurs unter der Leitung des Jagdkommandos in Wiener Neustadt und in Zeltweg. Die erste Woche diente der Basisausbildung: Erlernen der Theorie, den Fallschirm packen sowie Landerolle und wichtige Griffe praktisch vom Sprungturm üben. In der zweiten Woche wurden bereits die ersten Sprünge aus der Pilatus PC-6 gemacht.Die Höhepunkte in der dritten Woche waren ein Sprung samt Gepäck und die restlichen Sprünge aus der Pilatus PC-6 und aus einer C-130 “Hercules”.

Text: RAGGER D. Fotos: STEINBERGER M.

Der Barettmarsch

35 Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 25 der „leichten“ 7. Jägerbrigade absolvierten letzte Woche im Raum Klagenfurt, Schloss Hollenburg, Rauschelesee, Schloss Tentschach, Freudenberg und Wörthersee den „Barettmarsch“.

Gemäß dem Motto des Luftlandebataillons: „Mut – Tapferkeit – Treue“ stellten sich die jungen „25er“ bei diesem Marsch verschiedensten Aufgaben wie z.B.: Abseilen, Schwimmen über einen See mit Marschgepäck, Rudern über den Wörthersee, Nachziehen von Munitionskisten, Baumstammsägen und zum Abschluss einen Eilmarsch in die Khevenhüller-Kaserne. Höhepunkt war sicherlich die feierliche Barett Verleihung vor dem Eilmarsch. Mit der Trageerlaubnis des „roten“ Baretts der „25er“ haben die Absolventen des Marsches sich den Respekt ihrer Kameraden verdient und wurden vollständig im Verband aufgenommen.

Text: Ragger D. Fotos: Steinberger M.

Liftbergeübung St. Oswald

Bundesheer-Hubschrauberbesatzungen, Flug-, Berg-, Liftretter und die Freiwillige Feuerwehr trainierten gemeinsam das Retten von Personen aus einem Gondellift in St. Oswald in Kärnten. Eine besondere Herausforderung dabei ist die perfekte Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Foto: KARLOVITS Carina

“Headsets” für die 25er

Ein neues „Headset und Standardgehörschutz für militärische Funkgeräte“ wurde beim Bundesheer eingeführt.

Vorbereitend für mögliche Einsätze trainiert das Jägerbataillon 25 die Handhabung des „Headsets“ in Kombination mit der neuen ballistischen Schutzweste.

Das einfache Bediensystem bietet sowohl einen elektronischen Gehörschutz, als auch eine Impuls-Lärmkontrolle. Das Mikrofon befindet sich im In-Ear-System, durch die Verbindung mit dem Funkgerät kann die Betriebsdauer auf mehrere Tage ausgedehnt werden. Aber auch im reinen Batteriebetrieb findet es als aktiv Gehörschutz Verwendung.


Die In-Ear-Funktionsweise ermöglicht ein angenehmes Tragen und klare/deutliche Funksprüche egal ob im Gefechtsdienst, beim Marschieren oder im Ordnungseinsatz unter der ABC-Schutzmaske.

Gebirgsausbildung Winter

Gebirgsausbildung Winter beim Jägerbataillon 25

Der Schwerpunkt der Ausbildung im März: Gefahren im hochalpinen Gelände erkennen, auf diese reagieren und die Mobilität der gesamten Truppe verbessern. Schneeschuhe und Schier sind in den Hängen oberhalb der Baumgrenze ein Garant für kräfteschonendes Vorankommen. Das Trainingsszenario sah den Abtransport von Verletzten sowie den Einsatz einer Seilrutsche vor. Am Seil der Rutsche ist es sicherer sich im unwegsamen Gelände zu bewegen oder Verunglückte zu bergen. Das bringt eine Konfrontation mit oft ungeahnten Problemen und bindet mehr Ressourcen der Gruppe.

Unsere „Alpinis“ bereiteten sich ebenfalls auf eine „Übernachtung“ auf ca. 2000m Höhe vor. Gründe für eine „Übernachtung“ wären ein realer Notfall oder ungeplante Schwierigkeiten im Gelände, die einen weiteren Abstieg verhindern. Es ist erforderlich sich vor Einbruch der Dunkelheit und vor niedrigen Temperaturen der kommenden Stunden zu schützen. Eine geschützte Möglichkeit zu finden setzt eine seriöse Ausbildung sowie umsichtige Planung voraus. Chancen zum Überleben bieten ein Biwak (gegraben ober aufgeschüttet), ein Iglu oder eine Schneehöhle. Die „Alpinisten“ sondierten die Schneedecke, gruben hinein und bauten das Biwak. Im Inneren herrschten Temperaturen zwischen -1° und +2° und schützten die Soldaten vor Erfrierungen. Nach einer Nacht im Biwak folgte ein Aufstieg zum Gipfel und gegen Nachmittag erreichten alle Tourengeher wieder tiefere Gefilde mit dem Wissen, man vermag am Berg zu überleben.

Flugretter fortbildung

Ein „Bernhardiner der Lüfte“, der leichte Verbindungs- und Mehrzweckhubschrauber Alouette 3 (Al 3) vom Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt-Annabichl ermöglichte Anfang März der Flugretter-Gruppe der „25er“ mit einer „Fort- und Weiterbildung”.

Die aus Aigen im Ennstal stammende Al 3 nutzt den Vorteil des Standortes Flughafen Klagenfurt, da sich mit mehr Treibstoff an Bord die Reichweite des Hubschraubers erhöht.

Thema der Fortbildung war: „Seilwindentraining im urbanen Gelände“ sowie „Üben mit der Windenseilverlängerung“. Auf der Seilwinde an der Al 3 stehen dem Flugretter 20m Seil zur Verfügung. Falls der Zugang zum Verletzten über 20m liegt, besteht die Möglichkeit dieses, um 60m zu verlängern.

Mit einem Statik-Seil, ein verstärktes Kletterseil mit geringerer Dehnung, für selbstständiges Weiterabseilen mit einer Länge von 60m. Die mit dem Windenseil verbundene Verlängerung ermöglicht eine Bergehöhe von 80m. Nach dem Einholen des Windenseiles (20m) hängt der Flugretter und seine „Last“ 60m unter der Al 3. Da der Pilot zur Zeit des Fluges keine Sichtverbindung zum Flugretter hat, hält der Bordtechniker Verbindung mit dem Piloten und ist über die Position seiner Außenlast im Bilde.

Die vorbeiströmende Luft am Ende des Seils versetzt das „Paket“ in eine Rotation um die eigene Achse. Der Flugretter verwendet seine Arme, streckt sie von sich und stabilisiert das Bergepaket. Im Endanflug übernimmt der Flugretter „das Kommando über den Hubschrauber“ und leitet diesen per Funk: „Gerade aus (Richtung) – 150 (Entfernung) – Tief 50 (Höhe)“. Um diese komplexen Abläufe zu optimieren, und mit den wechselnden Besatzungen der Al 3 abzustimmen ist regelmäßiges Üben essenziell, da jederzeit Menschenleben auf dem Spiel stehen.