GLE 2020

Offensiv, Präzise, Schnell!

Nach diesem Motto trainieren wir mit dem Kommando Luftunterstützung. Zwei AgustaBell212, zwei S-70 BlackHawk und eine Alouette3 waren bei der Ausbildung eingebunden.

Das Sanitätspersonal übte das Bergen und den Abtransport von Verletzten. Hierfür wurden sie von einem unserer Flugretter unterstützt.

Die Kampfunterstützungskompanie trainiert das Verladen und verbringen von Außenlasten um im Ernstfall sicher und schnell Handeln zu können.

Barettmarsch 2020

Eine durchmarschierte Nacht, 45km, 1185hm und mehr als 30kg Gepäck, dass müssen unsere Soldaten leisten um ihre Feldkappe gegen das rote Barett zu tauschen.

Der Marsch ist eine Probe der Kraft, des Willens, der Kameradschaft und des Durchhaltevermögens. 

Von den 36 Teilnehmern konnten 34 diese Aufgabe bestehen und so in den Kreis der Fallschirmjäger aufgenommen werden.

Der Bataillonskommandant

 

Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 25,

werte Lesergemeinde!

Seit nunmehr vier Jahren bin ich Kommandant des Jägerbataillons 25. In diesen Jahren hat sich vieles bewegt.

Nach der großen Migrationskrise im Jahr 2015, bei der wir als Bataillon die Einsatzkräfte der ersten Stunde gestellt haben, war unser nächstes großes Vorhaben die NATO Evaluierung Level 2 und die Zertifizierung als Operational Reserve Bataillon für den Kosovo 2017. Bei dieser Übung am Gefechtsübungszentrum der Beundeswehr in Altmark, Deutschland, konnten wir unsere Leistungsfähigkeit eindrücklich unter Beweis stellen und beide Überprüfungen mit exzellenter Beurteilung absolvieren.

Danach sind kompaniestarke Einsätze im Kosovo und Bosnien am Programm gestanden. 2019 war dann das gesamte Bataillon im Kosovo eingesetzt, ein weiterer Meilenstein der Einsatzbereitschaft der 25er.

Ende 2019 wurde eine Kompanie aus dem Bereitschaftsstatus genommen und in eine herkömmliche Infanteriekompanie, welche ab Oktober 2020 Rekruten ausbilden wird, übergeführt.

Durch die Neuausrichtung des Bundesheeres haben wir den Auftrag, als einziger Luftlandekampfverband des ÖBHs, uns auf zukünftige Einsätze vorzubereiten. Die komplexeren Szenarien, mit denen es die Streitkräfte zu tun haben, erfordern neue Denkweisen und Techniken, genauso wie eine angepasste Ausrüstung der Soldaten. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, alle einsatzrelevanten Erfordernisse in die laufende Ausbildung zu integrieren.

Was sich nicht verändert hat ist unser Korpsgeist und die Motivation unserer Soldaten. Unser Leitspruch “Mut-Tapferkeit-Treue”, der unseren Vorgängern vom “k&k Infanterieregiment Nr.7 Andreas Graf von Khevenhüller” von Kaiserin Elisabeth gewidmet wurde, wird nach wie vor gelebt und hoch gehalten. So sehen wir auch weiterhin mutig, tapfer und treu” in die Zukunft.

Ihr

Oberst

Alexander Raszer

EURAD19

Planung und Vorbereitung

Für das Jägerbataillon 25 (JgB25(KPE)), das erst Mitte Oktober aus einem Auslandseinsatz zurückkehrte, lautete die Devise: „Rasch Fahrt aufnehmen!“ – blieben de facto nur vier Wochen um den Verband nach sechs Monaten Auslandseinsatz auf eine Übung in der Kernaufgabe – Angriff nach Luftlandung – vorzubereiten. Vor allem logistisch aber auch im Bereich der Ausbildung eine besondere Herausforderung.Der Startschuss für die taktische Planung war der Erhalt des Einsatzbefehles sowie des ersten Detailbefehls für den Angriff in der 45. Kalenderwoche. Parallel dazu wurde in enger Zusammenarbeit mit Spezialisten des Jagdkommandos die Ausbildung im Bereich des Sprungeinsatzes vertieft.

Aufmarsch

Ein wesentlicher Teil der Übung war der Aufmarsch der sogenannten „Core BG“, mit anderen Worten der Kampftruppen der EU Battlegroup und das Herstellen der Einsatzbereitschaft. Der Aufmarsch des JgB25(KPE) begann am 17.11.2019 aus Klagenfurt und wurde mittels Großraumbussen, Eisenbahn und Heeresfahrzeugen durchgeführt.Spätestens in der Ostarrichi Kaserne in Amstetten, die als Convoy Support Center (CSC) verwendet und betrieben wurde, waren die Kräfte des JgB25(KPE) endgültig in der Übung angekommen. Im CSC wurde die 4. Fallschirmjägerkompanie des Fallschirmjägerregimentes 26 (4./26) aus Deutschland aufgenommen. Die Fallschirmjägerkompanie wurde für die Dauer der Übung dem JgB25(KPE) unterstellt. Nach Reorganisation im CSC erfolgte noch am selben Tag ein gesicherter Marsch in den Fliegerhorst Brumowski, der gleichzeitig die Main Operating Base (MOB) für die weitere Einsatzführung bildete.

Vorbereitung Luftlandeeinsatz

Der Aufenthalt in der MOB stand für das Bataillon ganz im Zeichen der Vorbereitung für den Luftlandeeinsatz. Nach Befehlsausgabe für den Angriff und Planung der Luftlandung standen am 19.11.2019 um 0230 Uhr 120 Fallschirmspringer und 80 weitere Soldaten die für die Anlandung mittels Hubschrauber vorgesehen waren, einsatzbereit im Hangar. Um 0315 Uhr wurde der Luftlandeeinsatz aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse in der Landezone abgebrochen. Der vorgegebene Zeitpunkt für die Auftragserfüllung sollte aber dennoch gehalten werden.Innerhalb von 45 min erfolgte der Rückbau der Gepäckstücke und Türlasten, die Abgabe der Sprungausrüstung und das Herstellen der Marschbereitschaft mit Fahrzeugen. Anstatt dem Lärm einer C130 über Allentsteig, hallten daher die Motorgeräusche von MUNGO und Puch G durch den Morgennebel von Zwinzen.

Angriff und Üben am Truppenübungsplatz Allentsteig

Der Angriff auf Steinbach erfolgte abgesehen vom Anmarsch, wie geplant aus der präferierten Stoßrichtung aus Norden und konnte erfolgreich durchgeführt werden.Zur Befriedigung der Springerherzen absolvierten beide Fallschirmjägerkompanien am Nachmittag des gleichen Tages einen Fallschirmabsprung unter Einsatzbedingungen am Fliegerhorst Brumowski.Am Freitag bestand für das JgB25(KPE) eine weitere Möglichkeit den Angriff im Bataillonsrahmen zu üben. Für den zweiten Angriff auf Steinbach wurde bewusst eine andere Stoßrichtung (Variante 2 des Planungsverfahrens) gewählt und das Risiko des Überwindens einer freien Fläche unter Einsatz von Nebel in Kauf genommen. Auch an diesem Tag konnte der Auftrag erfüllt werden und das Angriffsziel in Besitz genommen werden.

Weiterer Übungsverlauf

Nach einer Übungsunterbrechung am Wochenende begann das JgB25(KPE) am Montag mit der Einsatzführung im Schutz eines Raumes im zugeordneten Verantwortungsbereich.Die 2./25 hatte hierbei den Auftrag das Schutzobjekt Steinbach zu schützen, die 4./26 wurde als Reserve bereitgehalten.Im Zuge der Erkundung von Riegelstellungen wurde durch die 4./26 ein Kfz der Rotkräfte gestellt und die Besatzung festgenommen. Die im Fahrzeug befindlichen Unterlagen und Pläne wurden sichergestellt und zwecks Auswertung dem Bataillonsstab zugeführt. Der günstige Informationsvorteil wurde unverzüglich ausgenützt und ein Planungsverfahren zum Angriff auf die zur Verteidigung eingesetzten Rotkräfte eingeleitet. Um 2130 Uhr führte die 4./26 einen erfolgreichen Nachtangriff durch und konnte den südlich eingesetzten Zug der Rotkräfte ohne eigene Ausfälle zerschlagen. Am letzten Übungstag wurde die 4./26 ein weiteres Mal zum Entsatz einer eigenen Patrouille, die in einen Hinterhalt der Rotkräfte geraten waren, eingesetzt. Auch diese Aufgabe bewältigten die Fallschirmjäger der 4./26 in gewohnt rascher und professioneller Art und Weise.Die letzten zwei Tage vor der Rückverlegung waren von Vorbereitung und Durchführung des „Distinguished Visitors Day“ geprägt. Hier wurde durch das JgB25(KPE) der Angriff eines Bataillons im urbanen Gelände unter realistischen Einsatzbedingungen demonstriert.

Resümee

Die EURAD 19 als größtes Übungsvorhaben des ÖBH im Jahr 2019 war mit Schwergewicht auf die Evaluierung OCC E&F des CSSBN ausgelegt. Das JgB25(KPE)stellte daher nicht die prioritäre Übungstruppe dar. Nichts desto trotz wurde uns ein hervorragender Übungsrahmen in einem durchaus komplexen aber hochinteressanten Szenario gestellt. Das Jägerbataillon 25 konnte diese Übung daher hervorragend nutzen um in der Kernaufgabe, dem luftbeweglichen Einsatz, wieder Fahrt aufzunehmen.

Austausch mit Frankreich

Von 6.-10.Februar hatte die Kampfunterstützungskompanie Unterstützung von drei französischen Offiziersanwärtern.

 

IMG_3549Sie nahmen an der Schießverlegung auf den Truppenübungsplatz Seetaler Alpe teil und erlebten die schweren Waffen hautnah. Der Besuch hatte das Ziel die Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und befreundete Streitkräfte kennen zu lernen.

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Davor wurden die Kadetten bereits in die Offiziersausbildung und in andere Truppenkörper eingewiesen.
Insgesamt waren sie ca. ein Monat in Österreich.

KU-Kompanie in Allentsteig

Vom 26.September bis 7.Oktober 2016 verlegte die Kampfunterstützungskompanie (KUKp) gemeinsam mit der Stabskompanie zum letzten Mal in diesem Jahr auf den Truppenübungsplatz Allentsteig. Die Verlegung stand im Zeichen einer kompanieübergreifenden Sprengausbildung, sowie Gruppen- und Kompaniegefechtsschießen. Nach der Entladung am Montag startete am Dienstagmorgen der theoretische Teil der Sprengausbildung für beide Kompanien. Nach Aufbau und Erkundung für das folgende Gruppengefechtsschießen schlossen wir den Tag mit einer Ausbildung, getarntes Fahren bei Nacht inklusive Orientierungsaufgaben, ab.

Am Mittwoch führten beide Kompanien ein Absetzschießen im Gruppenrahmen durch. Das Highlight der ersten Woche war das Kompaniegefechtsschießen (KGS) der KUKp im Zusammenwirken aller Kampfunterstützungselemente am Donnerstag. Vor dem verdienten Wochenende wurde noch die Handgranatenwurfverpflichtung erfüllt.

Die zweite Woche begann mit einem Scharfschießen in der Grabenkampfanlage, mit Sturmgewehr und Pistole. Bei bestem Aufklärungswetter führten wir Aufklärer am Dienstag eine Gefechtsausbildung im Trupprahmen durch, bei der die Annäherung, Aufklärung und das Bekämpfen eines Prioritätsziels geübt wurden.
Der krönende Abschluss der Verlegung war das Belehrungs- und Gewöhnungssprengen am Sprengplatz Edelbach.

simulatorschiessenAusbildung beim Panzerabwehrlenkwaffen (PAL) -Zug:
Die Teams hatten im Zuge des KGS den Auftrag, Panzer auf Entfernungen bis 2000 Meter zu bekämpfen. Nach der vorgestaffelten Erkundung am Vortag und der Einweisung in die Stellungen bezogen wir unseren Verfügungsraum, dessen Standort ca. 700 Meter von der Feuerstellung entfernt war. Für den scharfen Schuss, beluden wir unsere Pinzgauer, mit jeweils zwei Lenkflugkörpern.

„PANZERALARM Panzer im Wirkungsraum erkannt“, das Schlagwort für einen sofortigen Einsatz der PAL-Trupps. Zeitgleich heulten die Motoren unserer Pinzgauer auf und wir bezogen unsere Feuerstellungen. Der monatelange Drill machte sich bezahlt. Durch eine schlagartige Feuereröffnung beider Waffen wurden die ersten zwei Ziele vernichtet. Nachdem keine weiteren Ziele im Wirkungsraum erkannt wurden, kam der Befehl zum Absetzen in den Verfügungsraum. Dieses Szenario hat jeder der Soldaten im PAL-Zug bei Tag, sowie auch bei Nacht absolviert, es war für jeden einzelnen wertvoll, Gefechtsabläufe nicht nur mit Simulator zu durchlaufen sondern auch im scharfen Schuss.

Für den PAL-Zug war es ein erfolgreiches Schießen, da uns 33 Lenkflugkörper zur Verfügung standen wovon 32 erfolgreich ins Ziel gelenkt wurden.

screenshot_20161027-003210Sprengausbildung:
Im Einsatz muss jeder Soldat in der Lage sein, Sprengladungen anzubringen und zu zünden. Im Wesentlichen handelt es sich im Bereich der Infanterie um Richtsplitterladungen zur Überwachung von Geländeabschnitten oder Türladungen für Zutrittssprengungen sowie Ladungen zum Beseitigen und Räumen von Sperren.

Insgesamt wurden 180 kg Sprengstoff auf die verschiedensten Sprengobjekte geladen. Die Bandbreite reichte von Trichterladungen, Prismaladungen, Hohlladungen, Sonderladungen bis hin zu einfachen Türladungen, wie sie bei Zutrittssprengungen verwendet werden, Richtsplitterladungen und natürlich die klassische Bohrpatrone.

Für den Fallschirmjäger ist auch diese Ausbildung unumgänglich, um am modernen Gefechtsfeld zu überleben. Am Boden beginnt der eigentliche Kampf und der endet schnell wenn man nicht mehr vorankommt.

img_9684Der Granatwerferzug (GrW-Zg) schulte in den ersten Tagen die neuen Soldaten in den Abläufen innerhalb der jeweiligen Trupps. Neben der Ausbildung im Motmarsch und Stellungsbezug/Stellungswechsel übten wir das präzise Unterstützungsfeuer im scharfen Schuss. Am Donnerstag der ersten Woche konnten die „neuen“ Soldaten des GrW-Zg sich das erste Mal im scharfen Schuss beweisen, und zwar gleich mit einer Lage, bei der wir den Aufklärungszug und den schweren Scharfschützenzug sowie eine fiktive Jägerkompanie unterstützen durften. Es wurde sofort mit einem Wirkungsfeuer begonnen und die Abweichungen während des Feuers korrigiert – vermutlich wird’s im Einsatz nicht anders sein.

Das Wetter der zweiten Woche bot einige Überraschungen durch den aufgeweichten Boden. Nichts desto trotz wurde am Dienstag der zweiten Woche die Gefechtsbereitschaft hergestellt und die erste Feuerstellung bezogen. Gleich darauf Herauslösen und Bezug der nächsten Feuerstellung.

Beim anschließenden Gruppenfeuer mit sechs Granaten pro Rohr störte dann ein Zwischenfall, der zeigt, dass wir das Verhalten bei Hemmungen nicht umsonst üben. Es gab bei zwei Werfern einen Verpuffer, die Granaten schlugen dadurch nur hundert Meter vor uns im Boden ein. Nach Ursachenforschung und Suche nach diesen Granaten wechselten wir die Teilladungen und feuerten ohne weitere Zwischenfälle aus allen Rohren. Die „Heilige Barbara“ hat uns wissen lassen, dass es Schießen gibt, bei denen die Flexibilität des Zuges gefragt ist, und das ist auch gut so.

Insgesamt aus Sicht der KUKp zwei gute, lehrreiche Wochen

Soldaten der KUKp